Die Bibel sagt, die Wissenschaft aber spricht. Die „neuen Evangelikalen“ und die progressiven Probleme der postmodernen Freischwimmergeneration

Rolf Krüger, ehemaliger Leiter von Jesus.de und mit anderen ehemaligen Evangelikalen selbsternanntes Aushängeschild des postevangelikalen „progressiven“ Christentums hat eine Replik auf einen selbstkritischen Beitrag des Evangelikalen und an „Biplipedia“ beteiligten Bloggers Markus Till geschrieben, in der er sich der Schlusszeilen des Tillschen Beitrags annimmt, welche bei aller Selbstkritik doch nochmal Werbung für die Evangelikalen machen

Das Alte Testament bei Luther und die Moral bei uns

as Alte Testament das Zeugnis von dem transmoralischen Gott. gehört beides in Luthers Verständnis zusammen, die unnachgiebige Einschärfung des göttlichen Gesetzes, nämlich Gott zu fürchten und zu lieben, und die transmoralische Wirklichkeit dieses Gottes. Infolgedessen ist das Alte Testament einem in den Bahnen Kants wandelnden, primär moralisch verstandenen Neuprotestantismus fremd geblieben, was dessen

„Herr von Tarsus, Sie predigen im Römerbrief das Übergabegebet …“ „Ich predige was?!?!“

Zu unserem Beitrag, der die Lehre vom sogenannten „Übergabegebet“ exegetisch kritisierte und als eine der beiden Sakramentsersatzhandlungen in einigen grundsätzlich reformierten Traditionen (und das beinhaltet eben auch die meisten „Evangelikalen“ sowie Pfingstler/Charismatiker) einordnete, haben wir schon eine Rückfrage beantwortet. Nun soll auch noch Frederik endlich dran sein! In den Hauptlinien kann ich dem Artikel folgen

Sakramentsersatz, die Erste – ist das Übergabegebet eigentlich überhaupt biblisch?

Es ist vielleicht einigen hier bekannt, das sogenannte Übergabegebet oder im englischen Original „sinner’s prayer“. Zumeist betet man es nach einem Altarruf, d.h. während einer missionarischen Veranstaltung wird man aufgerufen, öffentlich sein Leben Jesus zu übergeben, man geht vor, betet das Gebet und ist gerettet. Lutheraner stutzen jedoch zuerst einmal, denn komischerweise kommt dieses zentrale

Der Gegensatz von Glauben und Verstand – ist eine persönliche Glaubensfrage – Prof. Künneth

Sodann gilt es zu bedenken, dass die bis heute fortgepflanzte Meinung, der Verstand stünde im Widerstreit mit dem christlichen Glauben, einen grundsätzlichen Irrtum darstellt. Vermag es schon an und für sich keine voraussetzungslose Wissenschaft zu geben, so besteht erst recht niemals eine Voraussetzungslosigkeit gegenüber historisch geistigen Tatbeständen. Auch die rationalistische Betrachtungsweise lebt von ganz bestimmten

Die Schrift bedarf der Interpretation, aber nicht eines semantischen Totalkollapses – M. Chemnitz und P. Melanchton

In seinem phantastischen „Die reine, gesunde Lehre von der wahren Gegenwärtigkeit des Leibs und Bluts Christi in seinem Abensmahl etc.“ schreibt Martin Chemnitz auch über die Auslegung der Schrift und zieht dazu seinen Vorvater Phillip Melanchton und indirekt auch Augustinus heran. Die beschriebenen Grundregeln sind, einfach ausgedrückt, die, dass es für die klassischen Lehrstücke der

Die wertvolle Idee dahinter. Oder: Ermutigende Worte ex nihilo – der Knebel um den Mund des Autoren

Mit großem Scharfsinn und viel Engagement versuchen sich Menschen, meist Theologen oder Pfarrer, daran, die biblischen Erzählungen als Mythos zu „entlarven“. In ihrem innerlichen Wörterbuch steht das Wort Mythos für: Eine ausgedachte Fabel, die mit der Realität nicht viel zu tun hat, aber ein wunderbares Bild bzw. eine nette Wunschvorstellung ist. Diese Wunschvorstellung könne, so

Widersprüche – unsere Serie zu exegetischen Problemen – Teil 3: Macht hoch die Tür – Oder doch nicht?

In dieser Serie wollen wir uns in loser Folge mit exegetischen Themen beschäftigen – Fragen der Bibelauslegung also. Dabei soll u.a. zur Sprache kommen, welche wissenschaftstheoretischen Probleme die Bibelwissenschaft hat. Neben Grundsätzlichem sollen aber auch Einzelbeobachtungen angesprochen werden. Der folgende Gastbeitrag aus der Feder eines Exegeten bildet den Auftakt einer Reihe zu adventlichen Themen, die

Widersprüche – unsere Serie zu exegetischen Problemen – Teil 2: einige Anmerkungen über reformatorische Exegese

In dieser Serie wollen wir uns in loser Folge mit exegetischen Themen beschäftigen – Fragen der Bibelauslegung also. Dabei soll u.a. zur Sprache kommen, welche wissenschaftstheoretischen Probleme die Bibelwissenschaft hat. Neben Grundsätzlichem sollen aber auch Einzelbeobachtungen angesprochen werden. Heute wollen wir einige wenige Beobachtungen zum Umgang der Reformatoren mit der Schrift machen. Dazu sei zunächst

Widersprüche – unsere Serie zu exegetischen Problemen – Teil 1: Wunder und wir

In dieser Serie wollen wir uns in loser Folge mit exegetischen Themen beschäftigen – Fragen der Bibelauslegung also. Dabei soll u.a. zur Sprache kommen, welche wissenschaftstheoretischen Probleme die Bibelwissenschaft hat. Neben Grundsätzlichem sollen aber auch Einzelbeobachtungen angesprochen werden. Der erste Beitrag, der Feder des ehem. Mainzer Neutestamentlers Marius Reiser entnommen, nimmt sich der Frage nach