„Herr von Tarsus, Sie predigen im Römerbrief das Übergabegebet …“ „Ich predige was?!?!“

Zu unserem Beitrag, der die Lehre vom sogenannten „Übergabegebet“ exegetisch kritisierte und als eine der beiden Sakramentsersatzhandlungen in einigen grundsätzlich reformierten Traditionen (und das beinhaltet eben auch die meisten „Evangelikalen“ sowie Pfingstler/Charismatiker) einordnete, haben wir schon eine Rückfrage beantwortet. Nun soll auch noch Frederik endlich dran sein! In den Hauptlinien kann ich dem Artikel folgen

Dr. Martin Luther – Was ist das Wesen der Taufe? Wie ist sie als äußerlich zu verstehen? Und wer darf das, was die Taufe tut zu Recht sein eigen nennen?

Hier gleich noch einmal Dank an Schandor, Stephan und Frederik für Ihr fleißiges Kommentieren unter dem letzten Beitrag zum Übergabegebet. Wir wollen uns erst einmal näher mit dem Wesen der Taufe befassen, auf Schandors Anfrage. Wie ist die Taufe uns außenstehend (was das Übergabegebet ja nicht ist) und was ist ihr Wesen? Martin Chemnitz, den

Was ist denn das überhaupt, Kirche?? – Teil 1: Wieso soll ich überhaupt von Kirche reden? Adolph von Harless

In von Harless‘ „Votum“ „Etliche Gewissensfragen hinsichtlich der Lehre von Kirche, Kirchenamt und Kirchenregiment.“ aus dem Jahre 1862 sind wirklich interessante Dinge zu finden. Wir fangen mit der absoluten Grundlage an: Wir fragen also: Wie kommt der Christ zur Frage nach der Kirche? Welches ist der Punkt, in welchem ihm die Frage nach der Kirche

Sakramentsersatz, die Erste – ist das Übergabegebet eigentlich überhaupt biblisch?

Es ist vielleicht einigen hier bekannt, das sogenannte Übergabegebet oder im englischen Original „sinner’s prayer“. Zumeist betet man es nach einem Altarruf, d.h. während einer missionarischen Veranstaltung wird man aufgerufen, öffentlich sein Leben Jesus zu übergeben, man geht vor, betet das Gebet und ist gerettet. Lutheraner stutzen jedoch zuerst einmal, denn komischerweise kommt dieses zentrale

Bei Diana Troi hatten wir damit kein Problem – die jungfräuliche Empfängnis

Alle Jahre wieder im Dezember (laut der Spur im Netz zumindest 2002, 2013 und nun 2017) spricht Frau Käßmann gern und offen über ein bestimmtes kirchenjahreszeitliches Thema: die Jungfrauengeburt und wie das ja gar nicht sein kann! Ganz nüchtern betrachtet muss man sich schon fragen, wie eine Bischöfin, die einen so fundamentalen Glaubenssatz des christlichen

Grundkurs Abendmahl nach Martin Chemnitz Teil 1 – Glaube ich lutherisch, katholisch, zwinglianisch, calvinistisch oder uniert?

So ist nun erstlich das gewiß/das wir in diesem Abendmahl Brot essen/denn Paulus saget/sooft ihr von diesem Brot esset/etc. Weiter ist aus den Worten der Einsetzung/auch das gewiß/das wir in diesem Abendmahl/nicht allein Brot essen/denn von dem selbigen/das wir in diesem Abendmahl nehmen und essen/spricht Christus/das ist mein Leib/ Derhalben essen wir auch in diesem

Luther und sein Ablassbrief oder: Die biblisch-lutherische Lehre von Rechtfertigung

Dieser Tage zog es wie ein mickriger Sturm durch die Medien: Luther hat offenbar als Glied des Erfurter Augustiner-Klosters 1508 an einem Ablasskauf teilgenommen. Sein Name ist auf einer Abschrift eines Briefes aus dem Jahr 1508 entdeckt worden. Warum das zum Aufreger wird erschließt sich natürlich nicht: 1508 liegt nun einmal vor 1517 und wie

Wie geht Gemeinde? Ratschläge aus der Feder Martin Luthers.

Redaktionsanmerkung: Während Martin Luther auf der Wartburg versteckt gehalten wurde, radikalisierte sich die Kirchenreform in Wittenberg. Die alten Formen wurden als unbiblisch bezeichnet und nicht mehr praktiziert. Diese Reformen wurden allerdings sehr zügig umgesetzt, ohne der Gemeinde die Möglichkeit zu geben, den neuen Glauben und seine Konsequenzen in der Feier des Gottesdienstes zu verstehen und

Über Etwas und Nichts – der (pantheistische) Gott den Jeder irgendwie kennt und der Gott des Christentums.

Unter den Menschen, die sich als religiös bezeichnen, gibt es viele, die den Glauben an einen personalen Gott verneinen, aber bekennen, an „etwas Größeres“, an „das Universum“ oder „das Ganze“ zu glauben. Diese Sichtweise entspricht dem Denken des kosmologischen Gottesbeweises, wonach alle Ursachen dieser Welt auf einer letztendlichen Urursache – Gott, dem Universum, einer höchsten

Weltbewahrung, Subjektivismus und Wahrheitsbestimmung – zu Artikel 1 des Apostolischen Glaubensbekenntnisses (Apostolicum)

Fragt man in bestimmten Kreisen der Kirche danach, was die Aufgabe der Kirche sein soll, dann kann man ungefähr folgendes hören: Die Kirche soll den Menschen die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Leben zu deuten. Deshalb werden dann die Glaubenssätze des Christentums auf keinen Fall mehr als verstehbare, inhaltlich bestimmende Sätze verstanden, denn das würde ja