Weltbewahrung, Subjektivismus und Wahrheitsbestimmung – zu Artikel 1 des Apostolischen Glaubensbekenntnisses (Apostolicum)

Fragt man in bestimmten Kreisen der Kirche danach, was die Aufgabe der Kirche sein soll, dann kann man ungefähr folgendes hören: Die Kirche soll den Menschen die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Leben zu deuten. Deshalb werden dann die Glaubenssätze des Christentums auf keinen Fall mehr als verstehbare, inhaltlich bestimmende Sätze verstanden, denn das würde ja

Gottesdienstnachlese – 30.10.2016

Das Evangelium des 23. Sonntags nach Trinitatis (Mt 22, 15-22) lautete: Da gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, dass sie ihn fingen in seinen Worten, und sandten zu ihm ihre Jünger samt den Anhängern des Herodes. Die sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach

Also das mit Gesetz und Evangelium … das haben nicht wir uns ausgedacht … oder, Herr Chemnitz?

Martin Chemnitz erläutert die hochaktuelle Frage, warum man denn die Gute Nachricht nicht einfach ohne das ganze Ding mit der Sünde predigen kann – und das schon vor knapp 450 Jahren. Manche Themen sind wohl doch irgendwie nicht erst in den 1960ern entstanden … *grübel*. Lies hier: Soll man auch die Gesetze der Zehn Gebote

Was Würde Jesus Tun … und, wenn ja, welcher? – Artikel 2 des Glaubensbekenntnisses im Kleinen Katechismus näher erläutert

Ein Christ lebt in Bezugnahme auf Jesus Christus. Das scheint klar zu sein und unter diesem Satz können sich viele verschiedene Prägungen des Christentums zusammenfinden, wie eine Organisation wie der Ökumenische Rat der Kirchen vor Augen führt. Die Bezugnahme auf Jesus Christus kann ja auch ganz unterschiedlich inhaltlich bestimmt werden: Man hört vom ethisch handelnden,

Gesetz und Evangelium an einem Wort & Wort und Sakrament in einer Wunde – Betrachtungen zu Johannes 20,27

Nachdem bereits gezeigt wurde, wie sich innerhalb eines biblischen Buches beide Worte Gottes – Gesetz und Evangelium – finden lassen, soll nun noch einmal gezeigt werden, wie sich beides in ein und demselben biblischen Ausdruck finden lässt und damit deutlich werden, was O. Bayer als eigentliche theologische Aufgabe beschreibt – die situationsbedingte Auslegung des Wortes

Gesetz und Evangelium im Bauch des Fisches – Die Notwendigkeit des Gesetzes anhand von Jonah

 „Wo das Gesetz und Euangelium fein eigentlich unterscheiden wird, nehmlich, daß das Gesetz schreckt, verdammet und tödte, das Euangelium aber tröstet, selig und lebendig macht, da bleibt die ganze christliche Lehre rein und lauter, daß man sich dadurch wol alles Aergerniß und Jrrthums erwehren kann. Jtem so kömmet auch dieser Nutz daraus, daß die Christgläubigen

Zwei Reiche, zwei Welten oder: Wie ist das mit der politischen Gebundenheit im Luthertum?

Wenn es um die Rolle der Kirchen in der Zeit des Nationalsozialismus geht, so kommt die evangelische Kirche dabei oft nicht gut weg. Der Tenor lautet: Die Meisten haben einfach mitgemacht. Theologisch Gebildete können sogar vorwerfen: sie haben nicht nur mitgemacht, sie haben sogar angestachelt. Die Namen derer, die als Mitmacher, Apologeten und Unterstützer des

Dr. M. Luther – Warum das Gesetz nicht v.a. über unser Verhalten sondern über unsere Identität spricht und warum das Evangelium ein „Vier zum Preis von Einem“-Angebot ist

Zu dem von Studiosus Theologicus beigesteuerten Zitat und Thema noch eine tiefere Bearbeitung anhand der Schmalkaldische Artikel Martin Luthers. In ihr stellt sich heraus, was das Gesetz und was das Evangelium sind. Das Gesetz – also die Gebote Gottes für das menschliche Verhalten – ist nicht in erster Linie Lebensregel sondern, viel wichtiger noch, ein