Mit Popcorn in der Vorlesung: Nicht was Kirche macht und tut, wie sie scheint sondern was sie empfangen hat, das ist es! – von Harless

Wir haben wiedermal fleißig mitgeschrieben, was Prof. von Harleß über die Gnadenmittel (Abendmahl und Taufe) zu sagen hat: Den Hauptpunkt, an welchem festzuhalten ist, bezeichnen in einer für die weichlichen Ohren unserer Zeit vielleicht zu herben, nichtsdestoweniger wahren Weise die Schmalkaldischen Artikel, wenn sie sagen (paß. 333): „Darum sollen und müssen wir darauf beharren, daß

Mit Popcorn in der Vorlesung bei von Harleß: Über die Gnadenmittel des christlichen Glaubens

Eine der zentralen Aussagen des Lutherischen Bekenntnisses über die Kirche ist, dass sie „die Versammlung aller Gläubigen, bei welchen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut des Evangeliums gereicht werden“, ist (CA VII). Predigt, Taufe und Abendmahl sind die Grundkonstanten der christlichen Kirche, sie machen sie aus, sie sind vor allem anderen Aufgabe

Die catena sakramentalis – Luthers poetische Zusammenfassung des Abendmahls

Daraus macht Lutherus diese schöne güldene Ketten: die Wort Christi fassen das Brot und den Kelch zum Sakrament/Brot und Becher/fassen den Leib und Blut Christi/Leib und Blut Christi fassen das neue Testament/das neue Testament fasset Vergebung der Sünden/Vergebung der Sünden fasset das ewige Leben und Seligkeit. Martin Chemnitz, Die reine, gesunde Lehre von der wahren

Vier Elemente werden auf zwei unterschiedliche Weisen gegessen – Chemnitz, das Abendmahl und die Manducatien

Martin Chemnitz – wieder ist es sein „Die reine, gesunde Lehre von der wahren Gegenwärtigkeit des Leibs und Bluts Christi in seinem Abensmahl etc.“ – nimmt uns das Abendmahl in seine Einzelteile auseinander und hilft uns somit, klar zu beschreiben, was wir glauben und nicht glauben, nämlich: Dass man beim Abendmahl 4 Dinge empfängt, nicht

Das Land liberal, die Stadt evangelikal, und wo darf ich lutherisch sein?- eine Studie der zwei Strukturpapiere der EvLkS

Wir haben nun schon ein paarmal darüber geschrieben, was Kirche im Lutherischen Verständnis ist. Vor allem über den 7. Artikel des Augsburger Bekenntnis, der nicht der einzige, aber der zentralste der Artikel ist, die sich in diesem Bekenntnis mit der Kirche befassen. Das Ganze ist natürlich nicht nur ein abstraktes Unterfangen. Kirche ist ja auch

„Das Abendmahl ist wie ein Sack voller Weizen“ – Nikolaus Hunnius erklärt uns die Realpräsenz

Nikolaus Hunnius war ein begabter lutherischer Theologe des siebzehnten Jahrhunderts. Mit neunzehn Jahren schon Magister, verbrachte er seine erste Zeit während und nach dem Studium in Wittenberg bis zu seiner Berufung als Superintendent nach Lübeck. Dort verfasste er auch seine einflussreichsten Bücher, die – neben anderen – für lutherische Theologie lange Zeit maßgebend waren. An

„Herr von Tarsus, Sie predigen im Römerbrief das Übergabegebet …“ „Ich predige was?!?!“

Zu unserem Beitrag, der die Lehre vom sogenannten „Übergabegebet“ exegetisch kritisierte und als eine der beiden Sakramentsersatzhandlungen in einigen grundsätzlich reformierten Traditionen (und das beinhaltet eben auch die meisten „Evangelikalen“ sowie Pfingstler/Charismatiker) einordnete, haben wir schon eine Rückfrage beantwortet. Nun soll auch noch Frederik endlich dran sein! In den Hauptlinien kann ich dem Artikel folgen

Genitum non factum – Das Selbstverständnis der EKD in seiner Konsequenz für das Luthertum

Letzte Woche entriss sich uns ein Artikel zum derzeitigen Zustand der VELKD. Während der Nachforschungen sammelte sich –fast unumgänglich – einiges Material zur EKD an, das ebenso danach drängt bedacht zu werden. Zu Grunde liegt vor allem ein beachtenswerter Text des Leiters der Rechtsabteilung des Kirchenamtes der EKD, Dr. Christoph Thiele. 1948 als „Bund lutherischer,