Genaue Betrachtung einer Hure – Wie war das jetzt mit Luther und der Vernunft?

Wo Studiosus Theologicus eine verschiedene Deutung der Vernunft zwischen Welt (oder mit Eph. 2,3 sarkos, also Fleisch) und Glaube ausarbeitete, möchte ich versuchen, einen grundlegenden Unterschied zwischen zwei Nutzungsweisen derselben Vernunft mit Fokus auf Martin Luther herauszuarbeiten. Der von ihm schon gezeigte, widersprüchliche Befund bezüglich der Einschätzung der Vernunft in der (Hebr. z.B. Tebunah, bei

Nicht der Fall ist der Grund dafür, dass der Mensch Böses tut, sondern dass er Böses tut. – John Bell und die Ursünde

Heute morgen hörte ich den „Gedanken für diesen Tag“ im Rahmen des BBC Radio 4 „Today“-Programms. Es wurde vom Leiter der Iona Community,  John Bell, gesprochen. Und natürlich waren die schrecklichen Ereignisse in Barcelona sein zentrales Thema, und dies mit größter Berechtigung. Doch ab Minute 01:25 wurde ich besonders hellhörig: Manch ein Christ würde dieses

„Was meinen wir überhaupt?“ II – Mit Popcorn in der Vorlesung – bei Prof. Luthardt: Semantische Spielchen und ein herber Verlust

Letzte Woche schon ging es um Semantik im Sinne der Frage, ob man sich denn die Bedeutung von Worten einfach soselbstfrei wählen darf und was das für Konsequenzen hat. Diese Sache ist aber keineswegs erst fünfzig Jahre alt, auch wenn die Herrn Derrida, Foucault, Deleuze und so weiter sich vielleicht gern origineller eingeordnet hätten. Und

Nach-Denken. Über vernünftigen Glauben und unvernünftiges Wissen.

Vernunft und christlicher Glauben ist Gegenstand von Auseinandersetzungen seit es die christliche Kirche gibt. Dass es dabei unterschiedlichste Differenzierungen gibt, wird deutlich, wenn schon die Bezeichnung der Fragestellung nach „Glaube und Vernunft“, „Vernunft und Glaube“, „Glaube oder Vernunft“, „Glaube wider Vernunft“ u.v.m. in den Blick genommen und näher betrachtet wird. In welcher Form ist nun

Irrtümer, die zu Schaden führen – Valentin Ernst Löscher

Im heutigen kleinen Textausschnitt listet Valentin Ernst Löscher Religionsübel auf – also menschliche Fehl- und Missverständnisse des christlichen Glaubens. Da die Kirche, laut CA 7, überhaupt nur in der Verkündung, im Bekennen, des Evangeliums nach dem wahren Verständnis des Neuen Testaments besteht, sind solche Fehlehren somit exitenzielle Gefahren. Ihnen muss in der Kirche gewehrt werden,

Der feste Punkt des Archimedes. Warum Vorurteile gut und notwendig sind.

Als Luther 1521 anfing, das Neue Testament ins Deutsche zu übetragen, hatte er seine reformatorische Entdeckung schon gemacht, zumindest schon theologische Durchbrüche erzielt, die sich in den „Programm“-Schriften des Jahres 1520 sehr gut greifen lassen. Zum Erfolg wurde Luthers Bibelübersetzung dann, weil sie nicht auf die wortwörtliche Wiedergabe des Textes Wert legte, sondern vor allem

Weltbewahrung, Subjektivismus und Wahrheitsbestimmung – zu Artikel 1 des Apostolischen Glaubensbekenntnisses (Apostolicum)

Fragt man in bestimmten Kreisen der Kirche danach, was die Aufgabe der Kirche sein soll, dann kann man ungefähr folgendes hören: Die Kirche soll den Menschen die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Leben zu deuten. Deshalb werden dann die Glaubenssätze des Christentums auf keinen Fall mehr als verstehbare, inhaltlich bestimmende Sätze verstanden, denn das würde ja

Offenbarung gibt es nur von Außen – und eine faire Einschätzung der lettischen Kirche gibts bei Holger LaHayne

Holger LaHayne ist ein reformierter Missionar in Litauen und hat sich schon öfter, im Bezug auf Worthaus, in dieser Art zu Wort gemeldet. Nun bespricht er einen Videoblogpost von Hossatalk und es lohnt sich sehr, hinzulesen. Mir persönlich war der Videobeitrag schon zuvor begegnet und ich bin Herrn LaHayne sehr dankbar für die Mühe, die