Zum Vortrag die Sache mit der Schlange und Rev. Mole Teil II – Wir müssen unsere Axiome offenlegen, wenn wir wirklich Antworten geben wollen

Nun wollen wir abschließend die letzten beiden Kritiken Rev. Moles noch bearbeiten. Im Beitrag letzte Woche versuchten wir schon klarzustellen: Dass der (eventuell) intendierte Gedankengang, der der Aufzählung der Schlangeneigenschaften zugrunde zu liegen scheint, unsererseits sehr wohl begriffen wird, er aber aus mehreren Gründen nicht nachvollziehbar oder irrelevant ist, denn die Schlange ist nicht das

Über das wissenschaftliche Ideal und den Vortrag „Die Sache mit der Schlange“ bei Worthaus – Teil 1

Seit gestern sind zwei unserer Podcasts offline gegangen, die sich mit dem Vortrag „Die Sache mit der Schlange“ von Prof. Dr. Zimmer, veröffentlicht bei Worthaus.de, beschäftigen. Es ist derzeit noch unklar, in welcher Form die beiden Folgen wieder online gestellt werden können. Umso besser die Gelegenheit, die Fragen des Users „Reverend Mole“, die er an

Der Gegensatz von Glauben und Verstand – ist eine persönliche Glaubensfrage – Prof. Künneth

Sodann gilt es zu bedenken, dass die bis heute fortgepflanzte Meinung, der Verstand stünde im Widerstreit mit dem christlichen Glauben, einen grundsätzlichen Irrtum darstellt. Vermag es schon an und für sich keine voraussetzungslose Wissenschaft zu geben, so besteht erst recht niemals eine Voraussetzungslosigkeit gegenüber historisch geistigen Tatbeständen. Auch die rationalistische Betrachtungsweise lebt von ganz bestimmten

Die Schrift bedarf der Interpretation, aber nicht eines semantischen Totalkollapses – M. Chemnitz und P. Melanchton

In seinem phantastischen „Die reine, gesunde Lehre von der wahren Gegenwärtigkeit des Leibs und Bluts Christi in seinem Abendmahl etc.“ schreibt Martin Chemnitz auch über die Auslegung der Schrift und zieht dazu seinen Vorvater Phillip Melanchton und indirekt auch Augustinus heran. Die beschriebenen Grundregeln sind, einfach ausgedrückt, die, dass es für die klassischen Lehrstücke der

Die wertvolle Idee dahinter. Oder: Ermutigende Worte ex nihilo – der Knebel um den Mund des Autoren

Mit großem Scharfsinn und viel Engagement versuchen sich Menschen, meist Theologen oder Pfarrer, daran, die biblischen Erzählungen als Mythos zu „entlarven“. In ihrem innerlichen Wörterbuch steht das Wort Mythos für: Eine ausgedachte Fabel, die mit der Realität nicht viel zu tun hat, aber ein wunderbares Bild bzw. eine nette Wunschvorstellung ist. Diese Wunschvorstellung könne, so

Positionen, die Zweite – Ökumene, Liebe und wir

Wie schon gesagt – Positionen sind nicht irrelevant, will ich die Anderen oder auch nur mich selbst verstehen. Positionen sind auch da von Bedeutung, wo es um die Nähe Gottes geht: zum Beispiel: Spreche von der Nähe Gottes zu mir oder spreche ich von meine Nähe von Gott, kann ich damit ganz unterschiedliche Verstehensweisen implizieren.

Genaue Betrachtung einer Hure – Wie war das jetzt mit Luther und der Vernunft?

Wo Studiosus Theologicus eine verschiedene Deutung der Vernunft zwischen Welt (oder mit Eph. 2,3 sarkos, also Fleisch) und Glaube ausarbeitete, möchte ich versuchen, einen grundlegenden Unterschied zwischen zwei Nutzungsweisen derselben Vernunft mit Fokus auf Martin Luther herauszuarbeiten. Der von ihm schon gezeigte, widersprüchliche Befund bezüglich der Einschätzung der Vernunft in der (Hebr. z.B. Tebunah, bei

Nicht der Fall ist der Grund dafür, dass der Mensch Böses tut, sondern dass er Böses tut. – John Bell und die Ursünde

Heute morgen hörte ich den „Gedanken für diesen Tag“ im Rahmen des BBC Radio 4 „Today“-Programms. Es wurde vom Leiter der Iona Community,  John Bell, gesprochen. Und natürlich waren die schrecklichen Ereignisse in Barcelona sein zentrales Thema, und dies mit größter Berechtigung. Doch ab Minute 01:25 wurde ich besonders hellhörig: Manch ein Christ würde dieses

„Was meinen wir überhaupt?“ II – Mit Popcorn in der Vorlesung – bei Prof. Luthardt: Semantische Spielchen und ein herber Verlust

Letzte Woche schon ging es um Semantik im Sinne der Frage, ob man sich denn die Bedeutung von Worten einfach so selbst frei wählen darf und was das für Konsequenzen hat. Diese Sache ist aber keineswegs erst fünfzig Jahre alt, auch wenn die Herrn Derrida, Foucault, Deleuze und so weiter sich vielleicht gern origineller eingeordnet