Mit Popcorn in der Vorlesung bei Philippi. Heute: Äußeres Wort und innere Vernunft

In den Kontext unserer Überlegungen der letzten beiden Wochen (hier und hier), vor allem zur geistlichen Fähigkeit menschlicher Vernunft, gehört die Frage nach der äußeren Offenbarung. Das meint, dass Offenbarung nach lutherischer Überzeugung nichts ist, was sich im (Gefühl des) Einzelnen ereignet, sondern etwas ist, was von außen – in der Offenbarung der Schrift –

Luther ist nicht lutherisch. Wiederholte Erklärung einer keineswegs harmlosen Vermischung

Gerade das Jubiläumsjahr 2017 hat es gezeigt: Spricht die lutherische Kirche von ihren Wurzeln, so spricht sie gern von einer Person, nämlich Martin Luther. Egal, ob theologischer Vortrag, Gemeindepredigt oder Ansprache beim Verein jungebliebener Altgewordener: Ein Satz von den vielen, die von Luther gesagt worden sind (oder gern auch nur sein sollen) macht sich immer

Es ist etwas geschehen, etwas Einmaliges, etwas noch nie Dagewesenes! – über Geschichte, Theologie und den historischen Jesus

Obwohl schon 50 Jahre alt, ist unser heutiger Beitrag nicht veraltet. Lediglich die Rechtschreibungsregeln haben sich seit damals geändert. Die angesprochenen Probleme und Differenzen aber sind immer noch von Bedeutung, weil sie Grundfragen des christlichen Glaubens betreffen: Wer ist Jesus? Handelt Gott in dieser Welt? Wem ist mehr zu trauen, Gott, oder den Menschen? Sie

„Ist der christliche Individualismus die Vollendung der Reformation?“ Ein Grußwort zum Reformationsfest 2016 – von 1880

Da dieses Wochenende auch unseren 1. Geburtstag darstellt, haben wir uns einen unserer Lieblingsprofs zu den Feierlichkeiten eingeladen um, vor einem sich in der Phantasie erstreckenden Publikum aus Würdenträgern der EKD (Lieblingsname hier einfügen), ein Grußwort zum Reformationsjubiläum zu halten. Hier ein Ausschnitt: „Um mich, um meine Seele und Seligkeit handelt es sich und wird

Offenbarung gibt es nur von Außen – und eine faire Einschätzung der lettischen Kirche gibts bei Holger LaHayne

Holger LaHayne ist ein reformierter Missionar in Litauen und hat sich schon öfter, im Bezug auf Worthaus, in dieser Art zu Wort gemeldet. Nun bespricht er einen Videoblogpost von Hossatalk und es lohnt sich sehr, hinzulesen. Mir persönlich war der Videobeitrag schon zuvor begegnet und ich bin Herrn LaHayne sehr dankbar für die Mühe, die

Was Würde Jesus Tun … und, wenn ja, welcher? – Artikel 2 des Glaubensbekenntnisses im Kleinen Katechismus näher erläutert

Ein Christ lebt in Bezugnahme auf Jesus Christus. Das scheint klar zu sein und unter diesem Satz können sich viele verschiedene Prägungen des Christentums zusammenfinden, wie eine Organisation wie der Ökumenische Rat der Kirchen vor Augen führt. Die Bezugnahme auf Jesus Christus kann ja auch ganz unterschiedlich inhaltlich bestimmt werden: Man hört vom ethisch handelnden,

Semper Reformanda, Amanda! – Ein erster Eintrag in unserem „Kleinen Schlagwörterbuch“

Anlässlich des diesjährigen Reformationsfests eine kurze Betrachtung in diesem Sinne zu der bekannten Formel Ecclesia semper reformanda – Die Kirche muss stets reformiert werden: Verbreitet meint man a) dies Zitat wäre Martin Luther zuzuschreiben und b) es bedeute, dass die Kirche eine „immer neu zu verändernde“ sei, da reformieren ja bedeute etwas neu oder besser