Die catena sakramentalis – Luthers poetische Zusammenfassung des Abendmahls

Daraus macht Lutherus diese schöne güldene Ketten: die Wort Christi fassen das Brot und den Kelch zum Sakrament/Brot und Becher/fassen den Leib und Blut Christi/Leib und Blut Christi fassen das neue Testament/das neue Testament fasset Vergebung der Sünden/Vergebung der Sünden fasset das ewige Leben und Seligkeit. Martin Chemnitz, Die reine, gesunde Lehre von der wahren

Vier Elemente werden auf zwei unterschiedliche Weisen gegessen – Chemnitz, das Abendmahl und die Manducatien

Martin Chemnitz – wieder ist es sein „Die reine, gesunde Lehre von der wahren Gegenwärtigkeit des Leibs und Bluts Christi in seinem Abensmahl etc.“ – nimmt uns das Abendmahl in seine Einzelteile auseinander und hilft uns somit, klar zu beschreiben, was wir glauben und nicht glauben, nämlich: Dass man beim Abendmahl 4 Dinge empfängt, nicht

„Das Abendmahl ist wie ein Sack voller Weizen“ – Nikolaus Hunnius erklärt uns die Realpräsenz

Nikolaus Hunnius war ein begabter lutherischer Theologe des siebzehnten Jahrhunderts. Mit neunzehn Jahren schon Magister, verbrachte er seine erste Zeit während und nach dem Studium in Wittenberg bis zu seiner Berufung als Superintendent nach Lübeck. Dort verfasste er auch seine einflussreichsten Bücher, die – neben anderen – für lutherische Theologie lange Zeit maßgebend waren. An

Dr. Martin Luther – Was ist das Wesen der Taufe? Wie ist sie als äußerlich zu verstehen? Und wer darf das, was die Taufe tut zu Recht sein eigen nennen?

Hier gleich noch einmal Dank an Schandor, Stephan und Frederik für Ihr fleißiges Kommentieren unter dem letzten Beitrag zum Übergabegebet. Wir wollen uns erst einmal näher mit dem Wesen der Taufe befassen, auf Schandors Anfrage. Wie ist die Taufe uns außenstehend (was das Übergabegebet ja nicht ist) und was ist ihr Wesen? Martin Chemnitz, den

Was ist denn das überhaupt, Kirche?? – Teil 2: Ist Kirche ein Verein oder eine Institution? „Nee!“ sagt Adolph v. Harless

Dieses Thema haben wir vor ein paar Wochen schon einmal analysiert in Das Verständnis der Kirche als Institution und das lutherische Kirchenverständnis Aber, wie so oft, das haben wir uns das nicht selber ausgedacht. Recht lustig ist es bei der Ev. Luth. Kirche in Bayern vorbeizuschauen, wo gesagt wird: „Harleß‘ Meinung nach jedoch wuchs ein

Was ist denn das überhaupt, Kirche?? – Teil 1: Wieso soll ich überhaupt von Kirche reden? Adolph von Harless

In von Harless‘ „Votum“ „Etliche Gewissensfragen hinsichtlich der Lehre von Kirche, Kirchenamt und Kirchenregiment.“ aus dem Jahre 1862 sind wirklich interessante Dinge zu finden. Wir fangen mit der absoluten Grundlage an: Wir fragen also: Wie kommt der Christ zur Frage nach der Kirche? Welches ist der Punkt, in welchem ihm die Frage nach der Kirche

Sakramentsersatz, die Erste – ist das Übergabegebet eigentlich überhaupt biblisch?

Es ist vielleicht einigen hier bekannt, das sogenannte Übergabegebet oder im englischen Original „sinner’s prayer“. Zumeist betet man es nach einem Altarruf, d.h. während einer missionarischen Veranstaltung wird man aufgerufen, öffentlich sein Leben Jesus zu übergeben, man geht vor, betet das Gebet und ist gerettet. Lutheraner stutzen jedoch zuerst einmal, denn komischerweise kommt dieses zentrale

Die Schrift bedarf der Interpretation, aber nicht eines semantischen Totalkollapses – M. Chemnitz und P. Melanchton

In seinem phantastischen „Die reine, gesunde Lehre von der wahren Gegenwärtigkeit des Leibs und Bluts Christi in seinem Abendmahl etc.“ schreibt Martin Chemnitz auch über die Auslegung der Schrift und zieht dazu seinen Vorvater Phillip Melanchton und indirekt auch Augustinus heran. Die beschriebenen Grundregeln sind, einfach ausgedrückt, die, dass es für die klassischen Lehrstücke der

Zur Karwoche – Buxtehude und Cash lehren uns die Umklammerung Christi

Das höchste Fest der Christenheit soll nicht unbemerkt an unserem Blog vorübergehen. Daher sei diesmal Buxtehudes Zyklus von 7 Kantaten zu den Gliedmaßen Christi – membra Jesu nostri patientis sanctissima – zur Meditation empfohlen. Die Vertiefung in die Leiden Christi fließt nicht aus seinem Leiden selbst, sondern aus dem Kontinuum seines Todes und seiner Auferstehung.

Gesetz und Evangelium an einem Wort & Wort und Sakrament in einer Wunde – Betrachtungen zu Johannes 20,27

Nachdem bereits gezeigt wurde, wie sich innerhalb eines biblischen Buches beide Worte Gottes – Gesetz und Evangelium – finden lassen, soll nun noch einmal gezeigt werden, wie sich beides in ein und demselben biblischen Ausdruck finden lässt und damit deutlich werden, was O. Bayer als eigentliche theologische Aufgabe beschreibt – die situationsbedingte Auslegung des Wortes