Was das Gesetz ist und nicht ist – einige Worte mit Hilfe von Luthardt

Was ist das Gesetz und was ist es nicht? Für eine schlaglichthafte Beantwortung der Frage ist uns der gute Freund dieses Blogs, Prof. C. E. Luthard, wieder einmal forschend und zusammenstellend beigesprungen. Was ist also das Gesetz, im christlichen und lutherischen Kontext gesprochen? Der Inhalt des Gesetzes ist demnach nicht bloß eine abstrakte sittliche Idee

Warum fühlt es sich so an, als ob ich es bin, der mich von den Toten auferweckt? – Bekehrung – ich oder Gott?

„Entscheide dich für Jesus!“ so einfach klingt es vielerorts. Doch mit der Bibel wendet das Luthertum hier ein, dass diese Aussage ungefähr so ist, als wäre dem toten Lazarus von himmlischer Seite her eingeflüstert worden: „Lazarus, Jesus steht vor Deinem Grab und will Dich von den Toten auferwecken. Entscheide dich für das Leben!“ Und doch

Genaue Betrachtung einer Hure – Wie war das jetzt mit Luther und der Vernunft?

Wo Studiosus Theologicus eine verschiedene Deutung der Vernunft zwischen Welt (oder mit Eph. 2,3 sarkos, also Fleisch) und Glaube ausarbeitete, möchte ich versuchen, einen grundlegenden Unterschied zwischen zwei Nutzungsweisen derselben Vernunft mit Fokus auf Martin Luther herauszuarbeiten. Der von ihm schon gezeigte, widersprüchliche Befund bezüglich der Einschätzung der Vernunft in der (Hebr. z.B. Tebunah, bei

Nicht der Fall ist der Grund dafür, dass der Mensch Böses tut, sondern dass er Böses tut. – John Bell und die Ursünde

Heute morgen hörte ich den „Gedanken für diesen Tag“ im Rahmen des BBC Radio 4 „Today“-Programms. Es wurde vom Leiter der Iona Community,  John Bell, gesprochen. Und natürlich waren die schrecklichen Ereignisse in Barcelona sein zentrales Thema, und dies mit größter Berechtigung. Doch ab Minute 01:25 wurde ich besonders hellhörig: Manch ein Christ würde dieses

Wie geht Gemeinde? Ratschläge aus der Feder Martin Luthers.

Redaktionsanmerkung: Während Martin Luther auf der Wartburg versteckt gehalten wurde, radikalisierte sich die Kirchenreform in Wittenberg. Die alten Formen wurden als unbiblisch bezeichnet und nicht mehr praktiziert. Diese Reformen wurden allerdings sehr zügig umgesetzt, ohne der Gemeinde die Möglichkeit zu geben, den neuen Glauben und seine Konsequenzen in der Feier des Gottesdienstes zu verstehen und

Vom weihnachtlichen und österlichen Esel – über störrige und sperrige Texte anhand von Luther 2017

Kurz vor dem Ende des Weihnachtsfestkreises in diesem Kirchenjahr wollen wir uns noch einmal – ausgehend von einem Weihnachtslied – ein paar grundlegenden Dingen des christlichen Glaubens widmen und sie mit aktuellen kirchlichen Verhaltensweisen im Kontext der neuen Lutherübersetzung kontrastieren. Dazu zunächst ein sehr bekanntes, auch auf Weihnachtsmärkten oft gehörtes, „zuckersüßes“ Weihnachtslied: Vom Himmel hoch,

„Hic gaudet mors sucurrere vitae.“ Jesus Christus, der Tod und meine Stellvertretung

An manchem medizinischen Universitätsgebäude mag der Spruch „hic gaudet mors sucurrere vitae“ wohl stehen. In einem Theologie-Lehrbuch wohl (bis jetzt) nicht. Dabei kann sein Inhalt auch als Motto von Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi verstanden werden: „Hier steht der Tod im Dienst des Lebens“. Denn Jesu Tod ist weder Selbstzweck noch bloßer Justizskandal. Wenn man

Also das mit Gesetz und Evangelium … das haben nicht wir uns ausgedacht … oder, Herr Chemnitz?

Martin Chemnitz erläutert die hochaktuelle Frage, warum man denn die Gute Nachricht nicht einfach ohne das ganze Ding mit der Sünde predigen kann – und das schon vor knapp 450 Jahren. Manche Themen sind wohl doch irgendwie nicht erst in den 1960ern entstanden … *grübel*. Lies hier: Soll man auch die Gesetze der Zehn Gebote