Revisited: Der außergewöhnliche Fall der Schafe und Böcke – Gottesdienstnachlese, Bibelauslegung und Sherlock Holmes

Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen

Kurze Rekapitulierung: Rechtfertigung aus Glauben

Nach der Wahl des neuen VELKD-Bischofs hat selbiger die Themen „Freiheit“ und „Rechtfertigung“ zu wichtigen Begriffen dessen, was das Luthertum ausmache, erkoren. Deshalb heute nochmal ein Blick ins Bekenntnis, wie das mit der  Rechtfertigung aus Glauben eigentlich so war (FC SD III): Von der Gerechtigkeit des Glaubens vor Gott glauben, lehren und bekennen wir einhellig

Zum Vortrag die Sache mit der Schlange und Rev. Mole Teil II – Wir müssen unsere Axiome offenlegen, wenn wir wirklich Antworten geben wollen

Nun wollen wir abschließend die letzten beiden Kritiken Rev. Moles noch bearbeiten. Im Beitrag letzte Woche versuchten wir schon klarzustellen: Dass der (eventuell) intendierte Gedankengang, der der Aufzählung der Schlangeneigenschaften zugrunde zu liegen scheint, unsererseits sehr wohl begriffen wird, er aber aus mehreren Gründen nicht nachvollziehbar oder irrelevant ist, denn die Schlange ist nicht das

Freigeschwommen in die Gefilde des in sich selbst verkrümmten Menschen oder herausgenommen aus dem Strudel der Selbstermächtigung

In Weiterführung unseres Beitrags zu den neuen Evangelikalen und ihrem Schriftverständnis wollen wir heute nochmal einige Aspekte vertiefen. Wie die Überschrift erkennen lässt, geht es uns dabei um den Widerspruch zwischen Selbstaussage und (lutherisch-theologischer!) Realität im Hinblick auf die persönliche Freiheit des Glaubenden. Wissenschaft ist Selbsthinterfragung Dazu müssen wir aber zunächst noch etwas weiter graben.

Die catena sakramentalis – Luthers poetische Zusammenfassung des Abendmahls

Daraus macht Lutherus diese schöne güldene Ketten: die Wort Christi fassen das Brot und den Kelch zum Sakrament/Brot und Becher/fassen den Leib und Blut Christi/Leib und Blut Christi fassen das neue Testament/das neue Testament fasset Vergebung der Sünden/Vergebung der Sünden fasset das ewige Leben und Seligkeit. Martin Chemnitz, Die reine, gesunde Lehre von der wahren

Vier Elemente werden auf zwei unterschiedliche Weisen gegessen – Chemnitz, das Abendmahl und die Manducatien

Martin Chemnitz – wieder ist es sein „Die reine, gesunde Lehre von der wahren Gegenwärtigkeit des Leibs und Bluts Christi in seinem Abensmahl etc.“ – nimmt uns das Abendmahl in seine Einzelteile auseinander und hilft uns somit, klar zu beschreiben, was wir glauben und nicht glauben, nämlich: Dass man beim Abendmahl 4 Dinge empfängt, nicht

Was das Gesetz ist und nicht ist – einige Worte mit Hilfe von Luthardt

Was ist das Gesetz und was ist es nicht? Für eine schlaglichthafte Beantwortung der Frage ist uns der gute Freund dieses Blogs, Prof. C. E. Luthard, wieder einmal forschend und zusammenstellend beigesprungen. Was ist also das Gesetz, im christlichen und lutherischen Kontext gesprochen? Der Inhalt des Gesetzes ist demnach nicht bloß eine abstrakte sittliche Idee

Das Land liberal, die Stadt evangelikal, und wo darf ich lutherisch sein?- eine Studie der zwei Strukturpapiere der EvLkS

Wir haben nun schon ein paarmal darüber geschrieben, was Kirche im Lutherischen Verständnis ist. Vor allem über den 7. Artikel des Augsburger Bekenntnis, der nicht der einzige, aber der zentralste der Artikel ist, die sich in diesem Bekenntnis mit der Kirche befassen. Das Ganze ist natürlich nicht nur ein abstraktes Unterfangen. Kirche ist ja auch

„Das Abendmahl ist wie ein Sack voller Weizen“ – Nikolaus Hunnius erklärt uns die Realpräsenz

Nikolaus Hunnius war ein begabter lutherischer Theologe des siebzehnten Jahrhunderts. Mit neunzehn Jahren schon Magister, verbrachte er seine erste Zeit während und nach dem Studium in Wittenberg bis zu seiner Berufung als Superintendent nach Lübeck. Dort verfasste er auch seine einflussreichsten Bücher, die – neben anderen – für lutherische Theologie lange Zeit maßgebend waren. An