Die Schrift bedarf der Interpretation, aber nicht eines semantischen Totalkollapses – M. Chemnitz und P. Melanchton

In seinem phantastischen „Die reine, gesunde Lehre von der wahren Gegenwärtigkeit des Leibs und Bluts Christi in seinem Abendmahl etc.“ schreibt Martin Chemnitz auch über die Auslegung der Schrift und zieht dazu seinen Vorvater Phillip Melanchton und indirekt auch Augustinus heran. Die beschriebenen Grundregeln sind, einfach ausgedrückt, die, dass es für die klassischen Lehrstücke der

Luther und sein Ablassbrief oder: Die biblisch-lutherische Lehre von Rechtfertigung

Dieser Tage zog es wie ein mickriger Sturm durch die Medien: Luther hat offenbar als Glied des Erfurter Augustiner-Klosters 1508 an einem Ablasskauf teilgenommen. Sein Name ist auf einer Abschrift eines Briefes aus dem Jahr 1508 entdeckt worden. Warum das zum Aufreger wird erschließt sich natürlich nicht: 1508 liegt nun einmal vor 1517 und wie

12 Thesen zur exegetischen Auswirkung von Sola Scriptura

Das bekannte Schlagwort “sola scriptura” – Allein die Schrift, mit dem gewöhnlich Luthers Verständnis der höchsten Autorität zur christlichen Entscheidungsfindung zusammengefasst wird, bietet oft Anlass für Verkürzung und Verwirrung. Im Folgenden deshalb zwölf Überlegungen über die Auswirkungen des „sola scriptura“ für das Lesen der Heiligen Schrift. Wenn Luther den Grundsatz sola scriptura formuliert, so ist