Drei zum Preis von einem – ein theologisches Papier der EVLKS kratzt an der Trinität … und warum ist die überhaupt so wichtig?!

Wie im vorletzten Amtsblatt der EVLKS zu lesen, verabschiedete die Synode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens im November 2016 sogenannte „Theologische Aspekte der interreligiösen Begegnung“. Wer das Papier, das hier im Kontext „Kirche in der Gesellschaft“ noch einmal dem Leser dargereicht werden soll, aufmerksam liest, erkennt jedoch schnell, dass es sich um ein Glaubensbekenntnis handelt, „Aspekte“

Löhe’s Trostworte für Eltern todgeborner Kinder

Auch heute, nach einwöchiger Verspätung, bringen wir wieder seelsorgerliches Material für Eltern, deren Kinder verstorben sind. Im Juni verlor ich meinen Sohn Justus, dem durch schwere Krankheit nur eine Stunde Leben außerhalb des Mutterleibes beschieden gewesen wäre. Am Ende starb er schon kurz vor der Geburt. Doch Löhes Trostworte können auch für uns alle sprechen,

Thesen 5 bis 10 des Leipziger Protestes – Die Anderen sind doch einfach doof

Hier nun der zweite Teil der 10 Thesen über die neue und die alte Kirche der liberalen Protestanten in Leipzig, Anno 1847. Und was wir im ersten Teil noch lobend als faire Darstellung der Verhältnisse erwähnten, kehrt sich nun leider in eine Schlammschlacht um, in der der Gegner so negativ wie möglich dargestellt werden soll.

„Der heilige Geist der Gemeinschaft“ ist die einizige Regel und Richtschnur – Teil 1 der 10 Thesen des theologischen Liberalismus des 19. Jhdts.

Schon vor einer Weile erwähnten wir (hier) das Protestpapier, das 1847 gegen die Einsetzung Adolph von Harless‘ als Pfarrer der Nikolaikirche zu Leipzig veröffentlicht wurde. Diesem angehängt sind 10 „Sätze über die neue und alte Kirche“, die einiges Interessantes bieten. Zum Ersten sollten sie all jenen Klarheit verschaffen, die wähnen, es gäbe liberales Christentum erst

Zwei Gebete für Eltern, deren Kind tot geboren wurde

Gebet einer Mutter, deren Kind verstorben ist August Pfeiffer Antimelancholicus oder Melancholievertreiber Der Herr hats gegeben/ derHerr hats genommen der nahme des Herrn sey gelobet. Gelobet sey dennoch GOtt daß er mir ein solch kind von guter Art so lange gelassen/ und mir die herzliche Freude eine Zeitlang auf Erden gegönnet hat: Dieselbe soll durch

„Gottes Schriftzüge sind Lebensgeschichten“ – Göttliche Schreibkunde und Gesetz & Evangelium mit Meister Ahlfeld

Heute sitzen wir nicht in der Vorlesung, wohl aber werden wir unterwiesen. Friedrich Ahlfeld, Pfarrer zu St. Nikolai in Leipzig, predigt über Gesetz und Evangelium, über Gottes Punkte und Striche und vor allem zeigt er, wie man das Alte Testament vorbildich allegorisch auslegt: Indem man auf Christus schaut. _ Und Mose stieg aus den Steppen

Erfahrung und Gefühl. Welche Rolle spielen Emotionen in meinem Glauben?

Unter christlichen Zeitgenossen ist es eine weitverbreitete Idee, dass der jeweilige Glaube sich vor allem darauf bezieht, was man selbst erfahren hat. Das ist kein völlig neuer Gedanke. Zum einen hat er einen Anschein von Empirik und damit von Wissenschaftlichkeit. Diese beiden Substantive waren es auch, die die Aufklärung im späten 18. Jhd. gern als

Martins Schatzkiste. Buchbesprechung: Martin Chemnitz, Handbuch der christlichen Lehre

Heute möchten wir ein Buchprojekt vorstellen, welches als Band 1 einer Reihe „lutherischer Klassiker“ Hoffnung weckt auf kommende Neuverfügbarmachung von Schätzen aus der Geschichte der Lutherischen Kirche. Das Handbuch, ursprünglich von Martin Chemnitz für die Pfarrerausbildung in Braunschweig zum Ende des 16. Jh. verfasst, wurde in heutiges Deutsch übertragen. Es behandelt in Frage-Antwort-Schema die zentralen

Abtreibung, Demokratie und Soziales: Gegen die fromm-konservativen Christen unserer Tage

Der folgende Beitrag stellt eine subjektive Meinungsäußerung dar, die nicht die Meinung des gesamten Blogteams wiedergeben muss. Aufgrund verschiedener Rückmeldungen wurde der Beitrag überarbeitet, um die Aussageabsicht zu vereindeutigen. Der Artikel stellt keine Polemik gegen die Ablehnung von Abtreibung dar. Bitte lesen Sie nach dem entsprechenden Absatz einfach weiter.   Über die lutherische Lehre von

Wie man dem Papsttum die Tür vor der Nase zuschlägt

Wir verwerfen und halten es für unrecht und schädlich, wenn gelehrt wird, daß das Evangelium eigentlich eine Bußpredigt und nicht allein eine Gnadenpredigt sei, dadurch das Evangelium wiederum zu einer Gesetzeslehre gemacht, das Verdienst Christi und die Heilige Schrift verdunkelt, die Christen des rechten Trosts beraubt und dem Papsttum die Tür wiederum aufgetan wird. FC