Was das Gesetz ist und nicht ist – einige Worte mit Hilfe von Luthardt

Was ist das Gesetz und was ist es nicht? Für eine schlaglichthafte Beantwortung der Frage ist uns der gute Freund dieses Blogs, Prof. C. E. Luthard, wieder einmal forschend und zusammenstellend beigesprungen. Was ist also das Gesetz, im christlichen und lutherischen Kontext gesprochen? Der Inhalt des Gesetzes ist demnach nicht bloß eine abstrakte sittliche Idee

Das Land liberal, die Stadt evangelikal, und wo darf ich lutherisch sein?- eine Studie der zwei Strukturpapiere der EvLkS

Wir haben nun schon ein paarmal darüber geschrieben, was Kirche im Lutherischen Verständnis ist. Vor allem über den 7. Artikel des Augsburger Bekenntnis, der nicht der einzige, aber der zentralste der Artikel ist, die sich in diesem Bekenntnis mit der Kirche befassen. Das Ganze ist natürlich nicht nur ein abstraktes Unterfangen. Kirche ist ja auch

„Das Abendmahl ist wie ein Sack voller Weizen“ – Nikolaus Hunnius erklärt uns die Realpräsenz

Nikolaus Hunnius war ein begabter lutherischer Theologe des siebzehnten Jahrhunderts. Mit neunzehn Jahren schon Magister, verbrachte er seine erste Zeit während und nach dem Studium in Wittenberg bis zu seiner Berufung als Superintendent nach Lübeck. Dort verfasste er auch seine einflussreichsten Bücher, die – neben anderen – für lutherische Theologie lange Zeit maßgebend waren. An

Rezension: Grund-Sätze aus den evangelisch-lutherischen Bekenntnisschriften

Die Aneignung, Auslegung und Aufbereitung des Bekenntnisses für die Gemeinde ist eine der wichtigsten Aufgaben der lutherischen Kirche, sind die Bekenntnisse doch norma normata, also die (nur) durch die Heilige Schrift normierte Norm der Kirche, weil sie verbindliche und sachgemäße Auslegung der Heiligen Schrift sind. Als solche wollen sie „die eigenen Grundeinsichten an der Schrift

Oswald Bayer: Zugleich Sünder und Gerechter – Lutherischer Tag 2018 in Leipzig – Teil 1

Mit Popcorn im Vortrag! Und heute so aktuell wie bisher noch nie folgen wir Prof. Dr. Bayer in eine Erörterung zu dieser Glaubensüberzeugung. Natürlich dreht sich alles um Martin Luther selbst. Wir danken Prof. Bayer sehr herzlich für die Erlaubnis seinen Vortrag hier veröffentlichen zu können und dem Lutherischen Einigungswerk für diese Konferenz. Teil Zwei

Eröffnungsrede AELK 1868 – Wider das lebendige Verwesen.

Vor fast genau 150 Jahren hielt unser regelmäßiger Gastblogger Adolph von Harless die Eröffnungsrede einer Versammlung, wobei der Zustand der Kirchen damals dem heutigen auffällig ähnelte. Wir geben sie hier ganz wieder und muten euch auch die Stellen zu, in denen das Wirt „notional“ fällt. Um es mehr so zu hören, wie es damals verstanden

Der Wille zur Macht – oder eher demütige Geschaffenheit?

Hiervon ist unsere Lehre, Glaube und Bekenntnis, daß des Menschen Verstand und Vernunft in geistlichen Sachen blind, nichts verstehe aus seinen eigenen Kräften, wie geschrieben steht: „Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und .kann es nicht begreifen, wenn er wird von geistlichen Sachen gefragt“, 1 Kor. 2  

Teilhabe – eine lutherische Kategorie

Da wir uns gegenwärtig in der Trinitatiseit bewegen, wollen wir uns heute ausführlich mit einer der drei Personen der Trinität beschäftigen: Christus. Dazu sei daran erinnert, dass es heute in der neutestamentlichen Exegese Usus geworden ist, zwischen vorösterlichem Jesus und nachösterlichen Christus zu unterscheiden, und zwar mitunter in der Weise, dass der zweite eine Imagination

Gegen die Gesetzlosen. Vom dritten Gebrauch des Gesetzes

Mit den „Antinomern“, denen, die dem Gesetz keine Bedeutung zuerkennen, hatte schon Luther zu tun. Auch heute wieder gibt es Stimmen, die verlauten lassen, die Freiheit, zu tun und zu lassen, was man wolle, sei das Maß aller Dinge im Christentum. Andererseits wird den Lutheranern von reformiert geprägten Freikirchlern gern vorgeworfen, sie vergäßen die „Heiligung“,