Über Etwas und Nichts – der (pantheistische) Gott den Jeder irgendwie kennt und der Gott des Christentums.

Unter den Menschen, die sich als religiös bezeichnen, gibt es viele, die den Glauben an einen personalen Gott verneinen, aber bekennen, an „etwas Größeres“, an „das Universum“ oder „das Ganze“ zu glauben. Diese Sichtweise entspricht dem Denken des kosmologischen Gottesbeweises, wonach alle Ursachen dieser Welt auf einer letztendlichen Urursache – Gott, dem Universum, einer höchsten

Episode #2 – Gesetz und Evangelium

In dieser Folge reden wir über die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium. Einfach ausgedrückt ist das eine Lese- und Verstehenshilfe für die Bibel. Dabei reden wir auch länger darüber, was überhaupt biblisch unter dem Gesetz zu verstehen ist. Ich bitte die schlechte Tonqualität zu entschuldigen. Wir sind am ausprobieren, wie man einen Podcast am besten

Wer an der Krippe steht, kann die Welt nicht retten – unsere Weihnachtsaufgabe

Im Gegensatz zu einem weitverbreiteten Fehlurteil ist Weihnachten noch nicht vorbei, sondern dauert noch bis Februar an (es hat ja auch erst am 25.Dezember begonnen). Das gibt uns Gelegenheit, noch ein paar Blicke auf die christliche Botschaft lutherischer Weihnachtslieder zu werfen. In diesem Beitrag soll ein Paul-Gerhardt-Lied im Blickpunkt stehen, welches dem Kenner des Bachschen

Adv-End- und Weltnachtszeit

Liebe … darf man vielleicht „Lauscher“ sagen? … des lutherischen Lärmens. Mit einer kurzen Betrachtung wollen wir uns mit herzlichen Segenswünschen ins Weihnachtsfest verabschieden. Im Januar kommt dann auch wieder eine Episode unseres Podcasts heraus, was dann regelmäßig einmal im Monat passieren soll. Die kurze Betrachtung nun richtet sich auf die, jedenfalls in meinen Ohren,

Weltbewahrung, Subjektivismus und Wahrheitsbestimmung – zu Artikel 1 des Apostolischen Glaubensbekenntnisses (Apostolicum)

Fragt man in bestimmten Kreisen der Kirche danach, was die Aufgabe der Kirche sein soll, dann kann man ungefähr folgendes hören: Die Kirche soll den Menschen die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Leben zu deuten. Deshalb werden dann die Glaubenssätze des Christentums auf keinen Fall mehr als verstehbare, inhaltlich bestimmende Sätze verstanden, denn das würde ja

Wie man die Bibel lesen soll – lutherische Anmerkungen

… tief anbetend gehe ihren Fußstapfen nach. (Luthers letzte Aufzeichnungen, WA 48, 241) Die Bibel, die Heilige Schrift ist für das Christentum das wichtigste Buch, wie schon die Begriffe Bibel (das Buch schlechthin) und Heilige Schrift selber erahnen lassen. Es ist Offenbarung und Zeugnis von Gott und seinem Handeln für uns (Lk 24,27; Gal 3,8;

Gesetz und Evangelium bedingen die Anthropologie des Christentums

Was der Pessimismus vom Elend des Lebens sagt, ist zum großen Teil wahr. Aber er kennt nicht den eigentlichen Grund des Elends und darum auch nicht die Heilung. Nicht, dass wir Menschen sind, macht uns elend, sondern dass wir gefallene Menschen sind. Und nicht das Dasein ist das Übel, sondern die Sünde. Das ist die

„Hic gaudet mors sucurrere vitae.“ Jesus Christus, der Tod und meine Stellvertretung

An manchem medizinischen Universitätsgebäude mag der Spruch „hic gaudet mors sucurrere vitae“ wohl stehen. In einem Theologie-Lehrbuch wohl (bis jetzt) nicht. Dabei kann sein Inhalt auch als Motto von Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi verstanden werden: „Hier steht der Tod im Dienst des Lebens“. Denn Jesu Tod ist weder Selbstzweck noch bloßer Justizskandal. Wenn man

Der Zirkel der Rechtfertigung oder: Auch die geringste Mithilfe ist ausgeschlossen.

Martin Chemnitz erklärt nochmal ausführlich, wie es sich mit der Rechtfertigung verhält. Was soll und kann ich tun? Kann ich vielleicht irgendwie mitmischen? Bestimmt sind meine Taten entscheidend! Und wenn nicht: Hauptsache Liebe! Dann brauchst du auch nichts mehr tun. Oder, Martin? Macht denn ein solcher Glaube gerecht, der da ohne Buße, ohne guten Vorsatz

Gottesdienstnachlese – 30.10.2016

Das Evangelium des 23. Sonntags nach Trinitatis (Mt 22, 15-22) lautete: Da gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, dass sie ihn fingen in seinen Worten, und sandten zu ihm ihre Jünger samt den Anhängern des Herodes. Die sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach