Wie man die Bibel lesen soll – lutherische Anmerkungen

… tief anbetend gehe ihren Fußstapfen nach. (Luthers letzte Aufzeichnungen, WA 48, 241) Die Bibel, die Heilige Schrift ist für das Christentum das wichtigste Buch, wie schon die Begriffe Bibel (das Buch schlechthin) und Heilige Schrift selber erahnen lassen. Es ist Offenbarung und Zeugnis von Gott und seinem Handeln für uns (Lk 24,27; Gal 3,8;

Gesetz und Evangelium bedingen die Anthropologie des Christentums

Was der Pessimismus vom Elend des Lebens sagt, ist zum großen Teil wahr. Aber er kennt nicht den eigentlichen Grund des Elends und darum auch nicht die Heilung. Nicht, dass wir Menschen sind, macht uns elend, sondern dass wir gefallene Menschen sind. Und nicht das Dasein ist das Übel, sondern die Sünde. Das ist die

„Hic gaudet mors sucurrere vitae.“ Jesus Christus, der Tod und meine Stellvertretung

An manchem medizinischen Universitätsgebäude mag der Spruch „hic gaudet mors sucurrere vitae“ wohl stehen. In einem Theologie-Lehrbuch wohl (bis jetzt) nicht. Dabei kann sein Inhalt auch als Motto von Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi verstanden werden: „Hier steht der Tod im Dienst des Lebens“. Denn Jesu Tod ist weder Selbstzweck noch bloßer Justizskandal. Wenn man

Der Zirkel der Rechtfertigung oder: Auch die geringste Mithilfe ist ausgeschlossen.

Martin Chemnitz erklärt nochmal ausführlich, wie es sich mit der Rechtfertigung verhält. Was soll und kann ich tun? Kann ich vielleicht irgendwie mitmischen? Bestimmt sind meine Taten entscheidend! Und wenn nicht: Hauptsache Liebe! Dann brauchst du auch nichts mehr tun. Oder, Martin? Macht denn ein solcher Glaube gerecht, der da ohne Buße, ohne guten Vorsatz

Gottesdienstnachlese – 30.10.2016

Das Evangelium des 23. Sonntags nach Trinitatis (Mt 22, 15-22) lautete: Da gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, dass sie ihn fingen in seinen Worten, und sandten zu ihm ihre Jünger samt den Anhängern des Herodes. Die sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach

Episode #1 der Neuen Unschuldigen Nachrichten

Hier kommt nun endlich die erste Folge der Neuen Unschuldigen Nachrichten – der Podcast von Lutherisches Lärmen. In dieser Folge reden wir darüber, was uns (das sind Alex und Mark) an lutherischer Theologie interessiert und warum wir diese so mögen. Wir sind gespannt, wohin sich der Podcast entwickeln wird. Hier noch die Sachen, die wir besprochen haben: Alex. Einstiegsvideo in Lutherische Theologie Most Magisterial Tulips F.F. Bruce "The New Testament Documents - Are they Reliable?" oder antiquarisch auf Deutsch Die Folge mit dem "logosfähigen Tier" der Mastermetaphors of Philosophy befindet sich, zusammen mit anderem hilfreichem Material hier - Danke, Pastors Bryan und Schulz!! Menschen die die christlichen Grundüberzeugungen nicht teilen und trotzdem "Christen" sind? z.B. Gretta Vosper Zur Kirche, die stets gegen Fehllehre kämpfen muss ein toller Hinweis von Felix Hammer auf Facebook zu diesem Artikel. Und, zu der brennende Dornbusch ist Christus ist der brennende Dornbusch ein Hinweis von Dr. Armin Wenz zu folgendem Kommentar zum Johannesevangelium

„Ist der christliche Individualismus die Vollendung der Reformation?“ Ein Grußwort zum Reformationsfest 2016 – von 1880

Da dieses Wochenende auch unseren 1. Geburtstag darstellt, haben wir uns einen unserer Lieblingsprofs zu den Feierlichkeiten eingeladen um, vor einem sich in der Phantasie erstreckenden Publikum aus Würdenträgern der EKD (Lieblingsname hier einfügen), ein Grußwort zum Reformationsjubiläum zu halten. Hier ein Ausschnitt: „Um mich, um meine Seele und Seligkeit handelt es sich und wird

Offenbarung gibt es nur von Außen – und eine faire Einschätzung der lettischen Kirche gibts bei Holger LaHayne

Holger LaHayne ist ein reformierter Missionar in Litauen und hat sich schon öfter, im Bezug auf Worthaus, in dieser Art zu Wort gemeldet. Nun bespricht er einen Videoblogpost von Hossatalk und es lohnt sich sehr, hinzulesen. Mir persönlich war der Videobeitrag schon zuvor begegnet und ich bin Herrn LaHayne sehr dankbar für die Mühe, die

Mit Popcorn in der Vorlesung – bei Prof. Luthardt – Pantheismus

„Pantheismus bezeichnet nicht bloß einen Gegensatz der Anschauungen von Gott, sondern auch von der Welt, von der Lebensaufgabe und allen sittlichen Gemeinschaften des irdischen Lebens. Der Pantheismus als allgemeine religiöse Stimmung ist die Grundlage des Polytheismus und aller Naturreligionen. Als philosophischer Pantheismus ist er in die griechische Philosophie zuerst durch die Eleaten eingeführt. In die

Also das mit Gesetz und Evangelium … das haben nicht wir uns ausgedacht … oder, Herr Chemnitz?

Martin Chemnitz erläutert die hochaktuelle Frage, warum man denn die Gute Nachricht nicht einfach ohne das ganze Ding mit der Sünde predigen kann – und das schon vor knapp 450 Jahren. Manche Themen sind wohl doch irgendwie nicht erst in den 1960ern entstanden … *grübel*. Lies hier: Soll man auch die Gesetze der Zehn Gebote