Worauf du dich verlassen kannst – Artikel 3 des kleinen Katechismus kurz erklärt

Wir finden ihrer viele, die da beten, fasten, Stiftungen machen, dies und das tun, ein vor den Menschen gutes Leben führen. Wenn du sie fragst, ob sie auch gewiss seien, dass es Gott wohlgefalle, was sie so tun, antworten sie: „Nein.“ Sie wissen es nicht oder zweifeln daran. Darüber hinaus gibt es auch unter den

Die crux theologorum – über Glaube und Unglaube (Antwort auf unseren Leser Christ)

Diese Fragen bewegen mich schon länger: „Der Ruf Gottes ist ausgesprochen, die Gnade schon längst geschehen“ – dem stimme ich zu. Wie aber ist unsere Antwort einzuordnen? Von welcher Art ist der Glaube? Paulus spricht vom Wirksamwerden der Gnade durch Glauben. „Gott hat sich für uns entschieden.“ – Wir können Gottes Entscheidung dankbar annehmen oder

Gottesdienstvorbereitung – 11. Sonntag nach Trinitatis: Sünde ist dann doch schon auch zentral, ne?

Der Predigttext (nach der neuen Ordnung) steht bei Gal. 2: 6 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes;

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Zitat Das Predigtamt in der lutherischen Kirche – rechtlich

[Eine] Kirchenverfassung, die auf dem Boden des A[ugsburger] B[ekenntnisses] stehen will, [kann] die besondere Stellung des Predigtamtes nicht ignorieren. Den weitgehenden Demokratisierungsbestrebungen, die in der Gegenwart das kirchliche Verfassungsleben bewegen, ist in Kirchen, die lutherisch bleiben wollen, hier eine Grenze gezogen. Man kann das geistliche Amt vielleicht in manchen Stücken modernisieren und dem heute herrschenden Gleichheitsstreben anpassen. Aber in seinem Kern kann es nicht beseitigt werden. Eine Kirche, die es durch die Demokratisierugswelle wegspülen ließe, hätte aufgehört, eine lutherische Kirche zu sein.

Hans Liermann, Die rechtliche Bedeutung der Bekenntnisschriften, 1969, in Bezugnahme auf CA 5.

Anmerkung zum Hintergrund: Die lutherischen Kirche glaubt (d.h sieht als biblisch und schriftgemäß an), dass man mit der Ordination in ein besonderes geistliches, von Christus gestiftetes Amt eingesetzt worden ist. Durch dieses Amt hat der Ordinierte das Recht, in der Autorität Christi dessen Wort zu verkünden und die Sakramente (Taufe, Abendmahl, Absolution – also Sündenvergebung im Namen Gottes) zu verwalten. Siehe hierzu z.B.: Melanchton in der Apologie (Verteidigung) der Augsburger Konfession Punkt 13:

„Durch das Sakrament des Ordens oder Priesterschaft verstehen die Widersacher nicht das Predigtamt und das Amt, die Sakramente zu reichen und außuteilen, sondern verstehen [es] von Preistern, die zu opfern geordnet seien. Gleich als müsse im Neün Testament ein Priestertum sein, wie das levitische Priestertum gewesen, da die Priester für das Volk opfern und den andern Vergebung der Sünden erlangen. Wir aber lehren, daß das einige Opfer Christi am Kreuze genuggetan hat für aller Welt Sünden, und daß wir nicht eines andern Opfers für die Sünden bedürfen. Denn wir haben im Neün Testament nicht ein solch Priestertum, wie das levitische Priestertum war, wie die Epistel zu den Hebräern lehrt. Wo man aber das Sakrament des Ordens wollte nennen ein Sakrament von dem Predigtamt und Evangelio, so hätte es keine Beschwerung, die Ordination ein Sakrament zu nennen. Denn das Predigtamt hat Gott eingesetzt und geboten und hat herrliche Zusage Gottes, Röm. 1: „Das Evangelium ist eine Kraft Gottes allen denjenigen, so daran glauben“ usw., Jes. 55: „Das Wort, das aus meinem Munde gehet, soll nicht wieder leer zu mir kommen, sondern tun, was mir gefällt.“ Wenn man das Sakrament des Ordens also verstehen wollte, so möchte man auch das Auflegen der Hände ein Sakrament nennen. Denn die Kirche hat Gottes Befehl, daß sie soll Prediger und Diakonos bestellen.“

Ein Feste Burg … das war doch dieses Kriegsding, oder?

Der Wochenspruch für den 6. Sonntag nach Trinitatis steht bei Jes 43: Gott spricht: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!“ Gottes Zusage steht allen Bedrohungen, denen wir ausgesetzt sind, sicher und fest entgegen. Sie gilt nicht insofern, dass Gott diese aus dem Weg

Wie soll es ein Prediger mit christlicher Apologie und mit Kritik halten? Wir fragen Conrad Porta & Luther

5 Beweise mir aus der heiligen Schrift und Luthero, dass ein Prediger falsche Lehrer und falsche Lehre strafen solle und müsse? Antwort: Daß ein jeder Prediger falsche Lehre zu strafen schuldig, ist kund und offenbar aus dem l3. und 18. Cap. Deuteronomii, da Moses Solches mit seinen! Exempel lehret. Jtem aus dem Exempel des Propheten

Gesetz und Evangelium an einem Wort & Wort und Sakrament in einer Wunde – Betrachtungen zu Johannes 20,27

Nachdem bereits gezeigt wurde, wie sich innerhalb eines biblischen Buches beide Worte Gottes – Gesetz und Evangelium – finden lassen, soll nun noch einmal gezeigt werden, wie sich beides in ein und demselben biblischen Ausdruck finden lässt und damit deutlich werden, was O. Bayer als eigentliche theologische Aufgabe beschreibt – die situationsbedingte Auslegung des Wortes

„Insofern“ oder „weil“? Ein Beitrag zur hermeneutischen Begründung des Geltungsanspruchs der lutherischen Bekenntnisschriften.

„Die Bekenntnisschriften der lutherischen Kirche haben einen Wert, insofern sie mit der Bibel übereinstimmen.“ Diese Feststellung kann man immer mal wieder hören. Für die, denen dies nicht so geläufig ist: Die beiden Positionen in diesem Streit werden meist mit den lateinischen Worten quia – weil und quatenus – insofern ausgedrückt. Die Position des quatenus lässt

Gottes Werk und unser Beitrag

In welchem Verhältnis steht das Wirken Gottes zu unserem Glauben und unserem Tun? Weder gibt es einen Glauben ohne Konsequenz, die zur Tat wird, noch bestimmen Glaube und sich an ihn anschließende Tat das Wirken Gottes an uns. Papisten und Wiedertäufer stimmen nämlich heute kräftig in dieser einen Meinung gegen die Kirche Gottes überein, dass

Gesetz und Evangelium im Bauch des Fisches – Die Notwendigkeit des Gesetzes anhand von Jonah

 „Wo das Gesetz und Euangelium fein eigentlich unterscheiden wird, nehmlich, daß das Gesetz schreckt, verdammet und tödte, das Euangelium aber tröstet, selig und lebendig macht, da bleibt die ganze christliche Lehre rein und lauter, daß man sich dadurch wol alles Aergerniß und Jrrthums erwehren kann. Jtem so kömmet auch dieser Nutz daraus, daß die Christgläubigen