Der Wille zur Macht – oder eher demütige Geschaffenheit?

Hiervon ist unsere Lehre, Glaube und Bekenntnis, daß des Menschen Verstand und Vernunft in geistlichen Sachen blind, nichts verstehe aus seinen eigenen Kräften, wie geschrieben steht: „Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und .kann es nicht begreifen, wenn er wird von geistlichen Sachen gefragt“, 1 Kor. 2  

Teilhabe – eine lutherische Kategorie

Da wir uns gegenwärtig in der Trinitatiseit bewegen, wollen wir uns heute ausführlich mit einer der drei Personen der Trinität beschäftigen: Christus. Dazu sei daran erinnert, dass es heute in der neutestamentlichen Exegese Usus geworden ist, zwischen vorösterlichem Jesus und nachösterlichen Christus zu unterscheiden, und zwar mitunter in der Weise, dass der zweite eine Imagination

Gegen die Gesetzlosen. Vom dritten Gebrauch des Gesetzes

Mit den „Antinomern“, denen, die dem Gesetz keine Bedeutung zuerkennen, hatte schon Luther zu tun. Auch heute wieder gibt es Stimmen, die verlauten lassen, die Freiheit, zu tun und zu lassen, was man wolle, sei das Maß aller Dinge im Christentum. Andererseits wird den Lutheranern von reformiert geprägten Freikirchlern gern vorgeworfen, sie vergäßen die „Heiligung“,

„Herr von Tarsus, Sie predigen im Römerbrief das Übergabegebet …“ „Ich predige was?!?!“

Zu unserem Beitrag, der die Lehre vom sogenannten „Übergabegebet“ exegetisch kritisierte und als eine der beiden Sakramentsersatzhandlungen in einigen grundsätzlich reformierten Traditionen (und das beinhaltet eben auch die meisten „Evangelikalen“ sowie Pfingstler/Charismatiker) einordnete, haben wir schon eine Rückfrage beantwortet. Nun soll auch noch Frederik endlich dran sein! In den Hauptlinien kann ich dem Artikel folgen

Monologe sind kein Gespräch – Himmelfahrt für uns, Himmelfahrt mit uns

6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? 7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; 8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen

Genitum non factum – Das Selbstverständnis der EKD in seiner Konsequenz für das Luthertum

Letzte Woche entriss sich uns ein Artikel zum derzeitigen Zustand der VELKD. Während der Nachforschungen sammelte sich –fast unumgänglich – einiges Material zur EKD an, das ebenso danach drängt bedacht zu werden. Zu Grunde liegt vor allem ein beachtenswerter Text des Leiters der Rechtsabteilung des Kirchenamtes der EKD, Dr. Christoph Thiele. 1948 als „Bund lutherischer,

„Während wir zum Grab entbürdet wanken“ – Das Ende der Vereinigten Lutherischen Kirche in Deutschland

Dieser Text wurde von beiden Autoren gemeinsam verfasst. Die VELKD und ihre Gliedkirchen beanspruchen für sich, lutherisch zu sein. So heißt es in ihrer Verfassung: „Die Grundlage der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche ist das Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments gegeben und in den Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche,

Fließt die Ethik aus dem Evangelium? – Jetzt mal zum Gesetz.

In unserem letzten Post sprach stud. theol. fulminant zum Evangelium und – man kann nicht oft genug darauf hinweisen – zur  Problematik der heutigen Verstrickung in rein ethische und daher gesetzliche Themen unter Vernachlässigung des diesen Kampf transzendierenden Evangeliums. Aber was ist nun mit dem Gesetz? Fließt Ethik aus unserer Erlösung und damit aus dem

Ethangelikal die Zweite: Ethik ist Gesetz, wo bitte ist Evangelium?

Bereits vor einigen Wochen beschäftigten wir uns mit dem Grundproblem der „konservativen Frommen“ in der Kirche: Der Moral. Wir stellten fest: Die „fromm“-konservativen christlichen Gruppen befinden sich im Zentrum des Trends, der Moralfragen über Lehrfragen stellt. Sie geben Antwort auf die Frage: „Wie soll ich leben?“, nicht aber auf die Frage nach dem, was Gott