Kontörtchen, heute: Erdbeer- oder Stachelbeerstück gefällig? oder Gesetz und Evangelium

Eine Torte ist ein „feiner flacher Kuchen aus Zuckerteig“, sagt zumindest das Grimmsche Wörterbuch, eine absichtlich nicht schmackhaft gebackene Torte gibt es nicht. Aber natürlich sind die Geschmäcker verschieden und – de gustibus non est disputandum – es lohnt sich auch nicht, darüber zu streiten. Fragt man drei Menschen, welches ihre Lieblingstorte sei, so sind […]

Von der Heiligen Schrift und ihrer Funktion als Norm kirchlicher Lehre

Die Heilige Schrift ist das Wort Gottes, das, nach seinem Willen von Propheten, Evangelisten und Aposteln niedergeschrieben, die Lehre von seinem Wesen und seinem Willen vollkommen und deutlich entfaltet, damit die Menschen durch dasselbe zum ewigen Leben unterwiesen werden. So definierte der Jenaer Theologieprofessor Johann Gerhard die Heilige Schrift in seiner Dogmatik („Loci theologici“), deren […]

Wie man dem Papsttum die Tür vor der Nase zuschlägt

Wir verwerfen und halten es für unrecht und schädlich, wenn gelehrt wird, daß das Evangelium eigentlich eine Bußpredigt und nicht allein eine Gnadenpredigt sei, dadurch das Evangelium wiederum zu einer Gesetzeslehre gemacht, das Verdienst Christi und die Heilige Schrift verdunkelt, die Christen des rechten Trosts beraubt und dem Papsttum die Tür wiederum aufgetan wird. FC […]

Heiligung aus lutherischer Sicht

„Nach der Errettung allein aus Gnade kommt bei euch nichts mehr. Dabei geht es doch darum, nachdem man Kind Gottes geworden ist, immer mehr so zu werden, wie Gott das will. Wer das nicht tut, der lebt sein Christsein nicht.“ So ungefähr könnte man einen Vorwurf an die Lutheraner ausdrücken: Nur Gnade – das ist […]

Christus und die Wahrheit der Religionen

In welchem Verhältnis steht das Christentum zu seiner Umwelt? Zu dieser Frage war die Kirche von Anfang an herausgefordert. Kann man, zum Beispiel, Bilder und Deutungen der Philosophie, also der Weisheit der Welt benutzen, um Glaubenserkenntnisse zu beschreiben? Und vor allem, wie ist das denn mit anderen Religionen oder Sinnlehren, in ihnen findet sich doch […]

Der Wille zur Macht – oder eher demütige Geschaffenheit?

Hiervon ist unsere Lehre, Glaube und Bekenntnis, daß des Menschen Verstand und Vernunft in geistlichen Sachen blind, nichts verstehe aus seinen eigenen Kräften, wie geschrieben steht: „Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und .kann es nicht begreifen, wenn er wird von geistlichen Sachen gefragt“, 1 Kor. 2   […]

Teilhabe – eine lutherische Kategorie

Da wir uns gegenwärtig in der Trinitatiseit bewegen, wollen wir uns heute ausführlich mit einer der drei Personen der Trinität beschäftigen: Christus. Dazu sei daran erinnert, dass es heute in der neutestamentlichen Exegese Usus geworden ist, zwischen vorösterlichem Jesus und nachösterlichen Christus zu unterscheiden, und zwar mitunter in der Weise, dass der zweite eine Imagination […]

Luther ist nicht lutherisch. Wiederholte Erklärung einer keineswegs harmlosen Vermischung

Gerade das Jubiläumsjahr 2017 hat es gezeigt: Spricht die lutherische Kirche von ihren Wurzeln, so spricht sie gern von einer Person, nämlich Martin Luther. Egal, ob theologischer Vortrag, Gemeindepredigt oder Ansprache beim Verein jungebliebener Altgewordener: Ein Satz von den vielen, die von Luther gesagt worden sind (oder gern auch nur sein sollen) macht sich immer […]