Gott im Fleisch – Erklärung und Verteidigung der Lehre von der Gottheit Christi

Als Christen bekennen wir Jesus als wahren Gott und wahren Menschen, als Gott im Fleisch. Jedenfalls sollten wir das tun. Aber wer Augen im und Ohren am Kopf hat, der weiß, dass auch dieser zentrale Glaubenssatz von den christlichen Kathedern und Kanzeln im Lande nicht mehr so selbstverständlich zu hören ist, wie es der Fall

Kontörtchen, heute: Erdbeer- oder Stachelbeerstück gefällig? oder Gesetz und Evangelium

Eine Torte ist ein „feiner flacher Kuchen aus Zuckerteig“, sagt zumindest das Grimmsche Wörterbuch, eine absichtlich nicht schmackhaft gebackene Torte gibt es nicht. Aber natürlich sind die Geschmäcker verschieden und – de gustibus non est disputandum – es lohnt sich auch nicht, darüber zu streiten. Fragt man drei Menschen, welches ihre Lieblingstorte sei, so sind

Vom Nutzen der Auferstehung

Mit einiger Verspätung melden auch wir uns mit österlichen Grüßen zurück. Zwischenzeitlich gab es viel zu tun, keine Kinderbetreuung wegen Corona – und dann hat auch noch der Hund unsere Beiträge gefressen! Ausreden? Zugegeben. Wie man aber damit umgeht, wenn einem der Teufel wegen solcher und anderer Versäumnisse und Vergehen mal wieder die Hölle des

Kontörtchen, heute im Angebot: Von den Tätern des Wortes und den Empfängern der Gnade

Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst. Kaum ein Vers ist so bekannt unter evangelikal geprägten Christen wie Jak 1, 22, wenn es um die Frage geht, wie Glaube und Werke zusammenhängen. Und gern wird der Vers als Gegenargument gegen Luthers „sola gratia“ angebracht. Nun, manchmal nicht direkt

Von der Heiligen Schrift und ihrer Funktion als Norm kirchlicher Lehre

Die Heilige Schrift ist das Wort Gottes, das, nach seinem Willen von Propheten, Evangelisten und Aposteln niedergeschrieben, die Lehre von seinem Wesen und seinem Willen vollkommen und deutlich entfaltet, damit die Menschen durch dasselbe zum ewigen Leben unterwiesen werden. So definierte der Jenaer Theologieprofessor Johann Gerhard die Heilige Schrift in seiner Dogmatik („Loci theologici“), deren

Das Hirtenamt als Einigungsunternehmen – zum Bischofsamt in Wahlzeiten

In diesen Tagen wird in Sachsen ein neuer Bischof oder eine neue Bischöfin gewählt werden. Viel und öffentlich wurde über den zurückgetretenen Bischof diskutiert, mit ziemlicher Sicherheit wird es bei der Wahl, wie sie auch ausgeht, nicht so werden. Doch was wird und was sollte überhaupt werden? Zeit und Gelegenheit für uns, über das Bischofsamt

Vom Wasser des Lebens – Eine kleine Tauflehre

Was haben die heilige Taufe und Whiskey gemeinsam? Richtig. Beide werden als „Wasser des Lebens“ bezeichnet. Im Unterschied zum alkoholischen Destillat von der grünen Insel trägt die Taufe diesen Ehrentitel aber zu Recht. Die mit ihr verbundenen Gnadengaben sind so zahlreich, dass sie mitunter nur schwer auf den Punkt zu bringen sind. Weshalb auch Martin

Den Finger Gottes fühlen – was der Heilige Geist tut und wie man ihn bekommt

Der lutherischen Kirche – und jeder Liturgie – wird oft der Heilige Geist abgesprochen. Von Gott, dem Vater, wisse man, aber der Geist „wehe“ hier nicht! Wie auch, wenn hier alles so verkrustet und abstrakt ist, so tot! Doch haben auch traditionelle Kirchen, auch die lutherische Kirche, sehr wohl eine voll entwickelte Pneumatologie, also eine