Die drei Fabeln deiner Gabeln

In einem gewissen gemeindlichen Kontext – meist so die eher evangelikalen Richtungen – haben sie Konjunktur: Gabentests. „Finde deine Bestimmung!“, so könnte man das Anliegen verstehen. Das Prinzip: mehr oder weniger nah am Bibeltext werden diverse Gaben identifiziert, mittels eines Fragebogens, den der Interessierte selbst ausfüllt und z.T. durch Fragebögen, die von anderen ausgefüllt werden

Der stets redlich bemühte Glaube und der Gott der dich tötet

Die christliche Botschaft hat oft das Problem, dass sie als Lebensertüchtigungsmittel wahrgenommen wird. Das passiert zum Beispiel, wenn damit argumentiert wird, dass Christen gesünder lebten. Abgesehen davon, dass es da auch andere Zusammenhänge geben kann: wer nur deshalb Christ wird oder bleibt, damit er (gesünder) lebt, der hat das Ziel auch schon verfehlt. Aber auch,

Semper reformanda: Nö, lieber nicht! oder Die banale Alltäglichkeit der Rettung der Kirche

Warum der Ausspruch „ecclesia semper reformanda“ weder aus der Reformationszeit stammt, noch lutherisch ist, das haben wir bereits mehrfach aufgegriffen (vor allem hier und hier). Doch wollen wir uns dem Thema heute noch einmal widmen, noch einmal aus einer anderen Perspektive, nämlich der Valentin Ernst Löschers. Vier Punkte nennt er, wie eine Kirchenreform durchzuführen sei,

Drei zum Preis von einem – ein theologisches Papier der EVLKS kratzt an der Trinität … und warum ist die überhaupt so wichtig?!

Wie im vorletzten Amtsblatt der EVLKS zu lesen, verabschiedete die Synode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens im November 2016 sogenannte „Theologische Aspekte der interreligiösen Begegnung“. Wer das Papier, das hier im Kontext „Kirche in der Gesellschaft“ noch einmal dem Leser dargereicht werden soll, aufmerksam liest, erkennt jedoch schnell, dass es sich um ein Glaubensbekenntnis handelt, „Aspekte“

Löhe’s Trostworte für Eltern todgeborner Kinder

Auch heute, nach einwöchiger Verspätung, bringen wir wieder seelsorgerliches Material für Eltern, deren Kinder verstorben sind. Im Juni verlor ich meinen Sohn Justus, dem durch schwere Krankheit nur eine Stunde Leben außerhalb des Mutterleibes beschieden gewesen wäre. Am Ende starb er schon kurz vor der Geburt. Doch Löhes Trostworte können auch für uns alle sprechen,

„Der heilige Geist der Gemeinschaft“ ist die einizige Regel und Richtschnur – Teil 1 der 10 Thesen des theologischen Liberalismus des 19. Jhdts.

Schon vor einer Weile erwähnten wir (hier) das Protestpapier, das 1847 gegen die Einsetzung Adolph von Harless‘ als Pfarrer der Nikolaikirche zu Leipzig veröffentlicht wurde. Diesem angehängt sind 10 „Sätze über die neue und alte Kirche“, die einiges Interessantes bieten. Zum Ersten sollten sie all jenen Klarheit verschaffen, die wähnen, es gäbe liberales Christentum erst