Sakramentsersatz die Zweite – Lobpreis und Abendmahl

Vor einer ganzen Weile schon haben wir über den ersten Sakramentsersatz geschrieben: Unserer Meinung nach das “Übergabegebet”, das den Anfangspunkt der Identität als Christ und den Grund Heilsgewissheit da ausfüllt, wo die Taufe, Ihrer Eigenschaft als gottgewirktes Sakrament theologisch beraubt, ihn hat räumen müssen. Doch nicht nur sie wird in den Denominationen, die aus dem

Glaube nimmt gefangen. Oder macht er frei? Ein neues altes Buch weiß bescheid

Der Freimund-Verlag hat eine neue Ausgabe von Luthers “Von der Freiheit eines Christenmenschen” herausgebracht. Luthers Buch ist ein zeitloser Klassiker unbedingt zu empfehlender lutherischer Literatur. Die neuendettelsauer Ausgabe ist zweispaltig aufgebaut: Links ein Faksimile des achten Drucks von 1521 (durch Melchior Lotter), rechts die Wiedergabe des Textes in Antiqua (statt Frakturschrift) und unter Verwendung heutiger

An Weihnachten geht es um Corona und Trost, dass alles gut wird. – Ach, halt, warte …..

Es wird Weihnachten, zum sechsten Mal für unseren Blog. Einiges gibt es hier schon zu dem Thema und weil man im Homeoffice schlecht Podcasten kann, heute ein paar Gedanken schriftlich dahingeschludert. Viel hört man heute von Weihnachten, obwohl man an Weihnachten recht wenig hören wird. In einem bischöflichen Grußwort las ich heute von nach oben

Das Herz des Papsttums töten, oder: Warum wahre Mystik lutherisch ist

Was das geistliche Leben betrifft, wird die evangelische bzw. lutherische Kirche oft als recht arm wahrgenommen. Keine Stundengebete, keine Ikonen, keine Bekreuzigung. Denn: Stundengebete und Bekreuzigung, auch Bildmeditation, diese Dinge gibt es alle, aber sie sind oft nicht bekannt, oder werden doch eher mit anderen Konfessionen verbunden. Das ist natürlich nicht die Folge der lutherischen

Pflanzen, Gießen, Benennen? – Über christliche Konfessionen

Alle Jahre wieder gibt es irgendwo ein neues Ökumene-Papier, was mal wieder die große Einigkeit beteuert. Das ist so erwartbar, dass eine Nachricht wie die, dass der Ratsvorsitzende der EKD auf gemeinsames Abendmahl (mit den römischen Katholiken) hofft, eigentlich keinen Neuigkeitswert hat. Die Abgrenzung christlicher Konfessionen voneinander steht mindestens seit den großen Ökumene-Bewegungen, also seit

“Die Wahrheit ist nicht etwa in allen fragmenta­risch enthalten!” – Delitzschs Antiherrnhutiana

1839 hatte Franz Delitzsch wirklich genug (wir berichteten). Und etwas, was er oft genug gehört hatte, lautete wohl ungefähr: Ist doch egal, in welcher christlichen Konfession du bist, Hauptsache, du bist Christ. Damals verfochten unter anderem von der Herrnhuter Brüdergemeinde. Zeit, dass Delitzsch aufstand und das Problem beim Schopfe packte: “Was verlier’ ich mich wieder

Bei euch ist Luther schwach wie eine Flasche leer! – Franz Delitzschs Reformationsjubiläumswutrede

1839, zum dreihundertjährigen Jubiläum der Einführung der Reformation in Leipzig, kam Franz Delitzsch nicht umhin, das Wort an seine Zeitgenossen zu richten. Weil wir fanden, dass einige der Überlegungen auch nach 180 Jahren immer noch aktuell sind, haben wir die Gelegenheit genutzt, sind in die Zeit zurückgereist und haben eifrig mitgeschrieben. Denn – die Idee,

Quo Vadis Kirche? – Die Grundpunkte

Von einem freundlichen Leser wurden wir auf diesen Artikel zum Mitgliederschwund in den Kirchen aufmerksam gemacht und gebeten, uns doch vielleicht zur Thematik zu melden. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-evangelische-kirche-sucht-ihre-zukunft-16857800.html Zusätzlich erreichte uns inzwischen auch ein Link zu diesem guten Artikel von Gerhard Wegner, der jedoch zu keinem Zeitpunkt auf essenzielle Inhalte, auf die raison d’etre der Kirche, von