„Gottes Schriftzüge sind Lebensgeschichten“ – Göttliche Schreibkunde und Gesetz & Evangelium mit Meister Ahlfeld

Heute sitzen wir nicht in der Vorlesung, wohl aber werden wir unterwiesen. Friedrich Ahlfeld, Pfarrer zu St. Nikolai in Leipzig, predigt über Gesetz und Evangelium, über Gottes Punkte und Striche und vor allem zeigt er, wie man das Alte Testament vorbildich allegorisch auslegt: Indem man auf Christus schaut. _ Und Mose stieg aus den Steppen […]

Dietrich und Clive – eine Einordnung von Bonhoeffers Gedanken zu „religionslosem Christentum“ als Anfechtung, nicht Prophetie

Ich fand im Bücherschrank eines nahen Verwandten kürzlich eine Ausgabe von „Widerstand und Ergebung“, einem Band, der späte Briefe Dietrich Bonhoeffers sammelt. Sofort wollte ich nach jenem Brief suchen, in dem er von einem „religionslosen Christentum“  spricht, um zu sehen, was Bonhoeffer dort wirklich sagt. Hier folgen nun ein paar Betrachtungen, die sich ausschließlich auf […]

Gegen die Gesetzlosen. Vom dritten Gebrauch des Gesetzes

Mit den „Antinomern“, denen, die dem Gesetz keine Bedeutung zuerkennen, hatte schon Luther zu tun. Auch heute wieder gibt es Stimmen, die verlauten lassen, die Freiheit, zu tun und zu lassen, was man wolle, sei das Maß aller Dinge im Christentum. Andererseits wird den Lutheranern von reformiert geprägten Freikirchlern gern vorgeworfen, sie vergäßen die „Heiligung“, […]

Fließt die Ethik aus dem Evangelium? – Jetzt mal zum Gesetz.

In unserem letzten Post sprach stud. theol. fulminant zum Evangelium und – man kann nicht oft genug darauf hinweisen – zur  Problematik der heutigen Verstrickung in rein ethische und daher gesetzliche Themen unter Vernachlässigung des diesen Kampf transzendierenden Evangeliums. Aber was ist nun mit dem Gesetz? Fließt Ethik aus unserer Erlösung und damit aus dem […]

Ethangelikal die Zweite: Ethik ist Gesetz, wo bitte ist Evangelium?

Bereits vor einigen Wochen beschäftigten wir uns mit dem Grundproblem der „konservativen Frommen“ in der Kirche: Der Moral. Wir stellten fest: Die „fromm“-konservativen christlichen Gruppen befinden sich im Zentrum des Trends, der Moralfragen über Lehrfragen stellt. Sie geben Antwort auf die Frage: „Wie soll ich leben?“, nicht aber auf die Frage nach dem, was Gott […]

Gesetz und Evangelium in der Heiligen Schrift

Die Schrift hat […] außen eine Rinde und Schale, als ob sie ein harter Knochen wäre […]; innen aber hat sie Mark, Kern, Innerstes und alle Süßigkeit für die Erwählten Gottes. William Tyndale, Prolog zum Jonabuch Das oben gezeichnete Bild der Bibel als schwer zugänglich und sich fremdartig sperrend haben viele Menschen so ähnlich beschrieben. […]

„Unser Handeln zählt!“ Lieben und geliebt werden in die lutherische Reihenfolge gebracht.

Was ist eigentlich das Entscheidende am christlichen Glauben? Ist es wirklich wichtig, dass man irgendwelche Dogmen anerkennt, an Dinge wie die Auferstehung glaubt? Ist es nicht viel wichtiger, dass Jesus ein guter Mensch war? Und dass auch wir gute Menschen sein sollen? Hauptsache, wir lieben einander. Das ist doch das Eigentliche! Sagt das nicht auch […]

Weltbewahrung, Subjektivismus und Wahrheitsbestimmung – zu Artikel 1 des Apostolischen Glaubensbekenntnisses (Apostolicum)

Fragt man in bestimmten Kreisen der Kirche danach, was die Aufgabe der Kirche sein soll, dann kann man ungefähr folgendes hören: Die Kirche soll den Menschen die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Leben zu deuten. Deshalb werden dann die Glaubenssätze des Christentums auf keinen Fall mehr als verstehbare, inhaltlich bestimmende Sätze verstanden, denn das würde ja […]