Vom weihnachtlichen und österlichen Esel – über störrige und sperrige Texte anhand von Luther 2017

Kurz vor dem Ende des Weihnachtsfestkreises in diesem Kirchenjahr wollen wir uns noch einmal – ausgehend von einem Weihnachtslied – ein paar grundlegenden Dingen des christlichen Glaubens widmen und sie mit aktuellen kirchlichen Verhaltensweisen im Kontext der neuen Lutherübersetzung kontrastieren. Dazu zunächst ein sehr bekanntes, auch auf Weihnachtsmärkten oft gehörtes, „zuckersüßes“ Weihnachtslied: Vom Himmel hoch,

Über Etwas und Nichts – der (pantheistische) Gott den Jeder irgendwie kennt und der Gott des Christentums.

Unter den Menschen, die sich als religiös bezeichnen, gibt es viele, die den Glauben an einen personalen Gott verneinen, aber bekennen, an „etwas Größeres“, an „das Universum“ oder „das Ganze“ zu glauben. Diese Sichtweise entspricht dem Denken des kosmologischen Gottesbeweises, wonach alle Ursachen dieser Welt auf einer letztendlichen Urursache – Gott, dem Universum, einer höchsten

Wer an der Krippe steht, kann die Welt nicht retten – unsere Weihnachtsaufgabe

Im Gegensatz zu einem weitverbreiteten Fehlurteil ist Weihnachten noch nicht vorbei, sondern dauert noch bis Februar an (es hat ja auch erst am 25.Dezember begonnen). Das gibt uns Gelegenheit, noch ein paar Blicke auf die christliche Botschaft lutherischer Weihnachtslieder zu werfen. In diesem Beitrag soll ein Paul-Gerhardt-Lied im Blickpunkt stehen, welches dem Kenner des Bachschen

Adv-End- und Weltnachtszeit

Liebe … darf man vielleicht „Lauscher“ sagen? … des lutherischen Lärmens. Mit einer kurzen Betrachtung wollen wir uns mit herzlichen Segenswünschen ins Weihnachtsfest verabschieden. Im Januar kommt dann auch wieder eine Episode unseres Podcasts heraus, was dann regelmäßig einmal im Monat passieren soll. Die kurze Betrachtung nun richtet sich auf die, jedenfalls in meinen Ohren,

„Hic gaudet mors sucurrere vitae.“ Jesus Christus, der Tod und meine Stellvertretung

An manchem medizinischen Universitätsgebäude mag der Spruch „hic gaudet mors sucurrere vitae“ wohl stehen. In einem Theologie-Lehrbuch wohl (bis jetzt) nicht. Dabei kann sein Inhalt auch als Motto von Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi verstanden werden: „Hier steht der Tod im Dienst des Lebens“. Denn Jesu Tod ist weder Selbstzweck noch bloßer Justizskandal. Wenn man

Mit Popcorn in der Vorlesung – bei Prof. Luthardt – Pantheismus

„Pantheismus bezeichnet nicht bloß einen Gegensatz der Anschauungen von Gott, sondern auch von der Welt, von der Lebensaufgabe und allen sittlichen Gemeinschaften des irdischen Lebens. Der Pantheismus als allgemeine religiöse Stimmung ist die Grundlage des Polytheismus und aller Naturreligionen. Als philosophischer Pantheismus ist er in die griechische Philosophie zuerst durch die Eleaten eingeführt. In die